Coronavirus

    Gezieltes telemedizinisches Training hilft gegen Long Covid

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Neue Long-Covid-Behandlungsmethode: Eine Studie aus London zeigt, dass telemedizinisches Training die Beschwerden von Long Covid verringern kann.

    Telemedizin
    Eine Long-Covid-Behandlung mithilfe von Telemedizin ist gemäss einer Studie effektiv. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Telemedizinisches Training verbessert die Rehabilitation bei Long Covid.
    • Das zeigt eine Studie aus London mit 78 Long-Covid-Erkrankten.
    • Die telemedizinische Behandlung zeigte sowohl kurzfristig als auch nach sechs Monaten Wirkung.

    Etwa ein Viertel der Long-Covid-Patienten leidet an kognitiven Problemen mit Konzentrationsstörungen, «Brain Fog» und anderen Gehirnleistungsdefiziten. Eine individuell abgestimmte Rehabilitation per Telemedizin hilft langfristig.

    Das haben Forschende des University College London in einer wissenschaftlichen Arbeit belegt. «Long Covid ist definiert als infektionsassoziierte chronische Erkrankung, die nach einer Sars-CoV-2-Infektion auftritt und mindestens drei Monate anhält», hiess es im «Deutschen Ärzteblatt» zu der Fachpublikation, die in der amerikanischen Ärztepublikation «Jama» online herausgekommen ist.

    Long Covid könne kontinuierlich verlaufen, schubweise mit Rückfällen und Remissionen auftreten oder fortschreiten, hiess es. Die Erkrankung betreffe ein oder mehrere Organsysteme. Rund 27 Prozent der Covid-19-Überlebenden haben anhaltende kognitive Einschränkungen.

    Kennzeichen sind Defizite in exekutiven Funktionen, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Gedächtnis sowie in visuell-räumlichen und sprachlichen Fähigkeiten.

    Martina Vanova und ihre Co-Autoren untersuchten im Vergleich zu einer Gruppe von Betroffenen mit Standard-Nachsorge, ob ein Programm mit telemedizinischem Training auf individuell festgelegte Ziele hin etwas bewirken kann. In die Studie wurden 78 Long-Covid-Erkrankte aufgenommen. Die Teilnehmer planten für sie und ihre Situation persönliche Ziele für die kognitive Rehabilitation.

    Long-Covid-Erkrankte in zwei Gruppen eingeteilt

    Die Betroffenen wurden anschliessend per Zufall zwei Gruppen zugeordnet. Die eine wurde standardmässig für Long Covid behandelt. Die Massnahmen variierten zwischen den Teilnehmern: Sie reichten von einer medikamentösen Symptomkontrolle, zum Beispiel bei Kopfschmerzen und Angstzuständen, bis hin zu nicht medikamentösen Massnahmen wie Physiotherapie und Fatigue-Management.

    Die andere Gruppe erhielt eine kognitive Rehabilitation. Diese bestand aus zehn wöchentlichen telemedizinischen Sitzungen von jeweils einer Stunde, in denen die individuellen Ziele bearbeitet wurden. Primärer Endpunkt war die von den Teilnehmenden berichtete Erreichung von drei definierten Zielen. Die Situation der Studienteilnehmer wurde nach drei und sechs Monaten erhoben.

    Individuell betreute Telemedizin-Sitzungen

    Zu Beginn hatten die Probanden auf einer zehnstufigen Skala im Durchschnitt nur 2,9 Punkte in Sachen Zielerreichung. Der mittlere Wert für die Zufriedenheit mit der eigenen Situation lag auf dieser Skala bei einem Wert von nur 2,2.

    Die Telemedizin-Sitzungen mit individueller Betreuung waren jedenfalls wirksam: Im Mittel betrug der Wert für die Zielerreichung in dieser Gruppe nach drei Monaten 7,84 auf der zehnstufigen Skala, in der Vergleichsgruppe mit Standardbehandlung hingegen nur 4,97.

    Hast du schon einmal Telemedizin ausprobiert?

    Im Mittel war damit der Wert in der Behandlungsgruppe um den Faktor 2,88 besser, was einem grossen Effekt entsprach. Nach sechs Monaten wurde ebenfalls noch ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen um 1,72 Punkte registriert.

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    Kommentare

    User #5430 (nicht angemeldet)

    Hier Schweiz auch nicht mal Kranken- kassen je trauen, KRK oblig., "aus solidari- tät...", zb. ab Jan. 2026 Fr.371.15, per Juli 26 Fr.11.90, per Aug.26(jetzt 9.7.26) Fr.11.90, Assura behaupten "ich hätte Ver- tragänderung beantragt..., scharf NEIN sagen. Verärgern, bescheissen VOLK, Schweiz keine Demokratie.

    User #3408 (nicht angemeldet)

    "Rund 27 Prozent der Covid-19-Überlebenden haben anhaltende kognitive Einschränkungen." Da wir ja angeblich alle mal Covid hatten, erklärt das zumindest einiges. Schon nur der Begriff "Covid-19-Überlebende"... Wo kann man T-Shirts mit dem Aufrduck bestellen? :)

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