Argentinien: Bewährungsstrafe nach U-Boot-Katastrophe

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    Knapp neun Jahre nach dem Untergang des U-Boots «ARA San Juan» mit 44 Toten hat ein Gericht in Argentinien den früheren Chef der U-Boot-Flotte zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das Bundesstrafgericht in Río Gallegos sprach Claudio Javier Villamide der Pflichtverletzung im Amt sowie der fahrlässigen Herbeiführung eines schweren Unglücks mit Todesfolge schuldig, wie mehrere argentinische Medien berichteten. Die Urteilsbegründung wird für den 21. August erwartet. Drei weitere angeklagte Marineoffiziere sprach das Gericht frei.

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    Nach dem Untergang des U-Boots «ARA San Juan» wurde der ehemalige Flottenchef zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. - keystone

    Villamide wurden Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit dem operativen Einsatz des U-Boots sowie bei Entscheidungen vorgeworfen, die vor und während der Unglücksfahrt getroffen wurden. «Ich bin unschuldig», zitierte die Zeitung «La Nación» Villamide vor der Urteilsverkündung. «Während des gesamten Verfahrens konnte man mir nicht erklären, was ich falsch gemacht habe.»

    Die «ARA San Juan» war am 15. November 2017 auf der Fahrt von Ushuaia im äussersten Süden Argentiniens nach Mar del Plata verschwunden. Zuvor hatte die Besatzung technische Probleme gemeldet. Ausserdem wurde in der Nähe der letzten bekannten Position des U-Boots eine Explosion registriert. Das Wrack wurde ein Jahr später in rund 900 Metern Tiefe im Südatlantik entdeckt. Das in Deutschland gebaute diesel-elektrische U-Boot war 1985 von den Nordseewerken in Emden an die argentinische Marine ausgeliefert worden.

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