Neue Studien enthüllen molekulare Muster bei Long Covid
Neue Studien zu Long Covid enthüllen erstmals molekulare Muster in Immunzellen und liefern tiefere Einblicke in die Krankheitsmechanismen.

Neue Studien werfen erstmals ein klares molekulares Licht auf Long Covid und decken charakteristische Muster in unseren Immunzellen auf.
Forscher am Helmholtz-Zentrum und am Centre for Individualised Infection Medicine untersuchten einzelne Immunzellen mithilfe modernster Einzelzell-Multiomics-Methoden.
Dabei entdeckten sie in CD14+-Monozyten einen spezifischen Zellzustand, der bei Long Covid besonders stark ausgeprägt ist. Dieser Zustand hängt direkt mit Fatigue zusammen und zeigt, wie das Immunsystem langfristig aktiviert bleibt.
Immunzellen und Entzündungsmarker erklären Fatigue bei milden Verläufen
Dieser veränderte Zustand ging mit erhöhten Entzündungsmarkern im Blut einher. Er deutet auf eine langanhaltende Aktivierung des Immunsystems nach der Infektion hin.
Die Analyse zeigte, dass dieser veränderte Zellzustand vor allem bei milden oder moderaten COVID-19-Verläufen auftrat. Die Schwere von Fatigue und Atemwegsbeschwerden war laut «Helmholtz HZI» direkt mit dem molekularen Zustand der Monozyten verknüpft.
Long Covid bleibt ein heterogenes Syndrom mit Symptomen wie anhaltender Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und Belastungsintoleranz über Wochen bis Monate.
Neue Biomarker und Immunreaktionen erklären unterschiedliche Symptome
Neueste Studien haben laut «Nature Immunology» lösliche Biomarker im Blut aufgedeckt, die verschiedene Long-Covid-Phänotypen unterscheiden. Diese Biomarker können unterschiedliche klinische Erscheinungsbilder von Long Covid voneinander unterscheiden.
Zudem zeigen Studien laut «PubMed», dass die Immunreaktionen von Betroffenen dynamisch verlaufen. Sie wechseln dabei zwischen niedriger Entzündung und späterer Immunsuppression oder ausgeprägter Ermüdung.
Internationale Teams untersuchen ausserdem laut «MedUni Wien» das Akute-Phase-Protein PTX‑3. Erhöhte Werte dieses Proteins Monate nach COVID‑19 deuten auf eine anhaltende Aktivierung des Immunsystems hin.
Long Covid: Biomarker liefern Einblicke in Langzeitfolgen
Solche Befunde liefern erstmals messbare biologische Anhaltspunkte und fördern die Weiterentwicklung von Forschung sowie Diagnostik bei Long Covid.
Trotz dieser Fortschritte gestaltet sich die eindeutige Identifikation von Biomarkern schwierig, da immunologische Veränderungen individuell sehr unterschiedlich ausfallen.

Die gewonnenen Erkenntnisse zu Long Covid liefern wichtige Einblicke in die biologischen Grundlagen von Fatigue. Sie helfen zudem, weitere Langzeitfolgen der Erkrankung besser zu verstehen.
















