Neue Studien enthüllen molekulare Muster bei Long Covid

Maja Bojic
Maja Bojic

Deutschland,

Neue Studien zu Long Covid enthüllen erstmals molekulare Muster in Immunzellen und liefern tiefere Einblicke in die Krankheitsmechanismen.

Long Covid
Long Covid zeigt sich weiterhin als heterogenes Syndrom mit Fatigue, Konzentrationsproblemen und verminderter Belastbarkeit über Monate. (Symbolbild) - keystone

Neue Studien werfen erstmals ein klares molekulares Licht auf Long Covid und decken charakteristische Muster in unseren Immunzellen auf.

Forscher am Helmholtz-Zentrum und am Centre for Individualised Infection Medicine untersuchten einzelne Immunzellen mithilfe modernster Einzelzell-Multiomics-Methoden.

Dabei entdeckten sie in CD14+-Monozyten einen spezifischen Zellzustand, der bei Long Covid besonders stark ausgeprägt ist. Dieser Zustand hängt direkt mit Fatigue zusammen und zeigt, wie das Immunsystem langfristig aktiviert bleibt.

Immunzellen und Entzündungsmarker erklären Fatigue bei milden Verläufen

Dieser veränderte Zustand ging mit erhöhten Entzündungsmarkern im Blut einher. Er deutet auf eine langanhaltende Aktivierung des Immunsystems nach der Infektion hin.

Bist du auch von Long Covid betroffen?

Die Analyse zeigte, dass dieser veränderte Zellzustand vor allem bei milden oder moderaten COVID-19-Verläufen auftrat. Die Schwere von Fatigue und Atemwegsbeschwerden war laut «Helmholtz HZI» direkt mit dem molekularen Zustand der Monozyten verknüpft.

Long Covid bleibt ein heterogenes Syndrom mit Symptomen wie anhaltender Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und Belastungsintoleranz über Wochen bis Monate.

Neue Biomarker und Immunreaktionen erklären unterschiedliche Symptome

Neueste Studien haben laut «Nature Immunology» lösliche Biomarker im Blut aufgedeckt, die verschiedene Long-Covid-Phänotypen unterscheiden. Diese Biomarker können unterschiedliche klinische Erscheinungsbilder von Long Covid voneinander unterscheiden.

Zudem zeigen Studien laut «PubMed», dass die Immunreaktionen von Betroffenen dynamisch verlaufen. Sie wechseln dabei zwischen niedriger Entzündung und späterer Immunsuppression oder ausgeprägter Ermüdung.

Internationale Teams untersuchen ausserdem laut «MedUni Wien» das Akute-Phase-Protein PTX‑3. Erhöhte Werte dieses Proteins Monate nach COVID‑19 deuten auf eine anhaltende Aktivierung des Immunsystems hin.

Long Covid: Biomarker liefern Einblicke in Langzeitfolgen

Solche Befunde liefern erstmals messbare biologische Anhaltspunkte und fördern die Weiterentwicklung von Forschung sowie Diagnostik bei Long Covid.

Trotz dieser Fortschritte gestaltet sich die eindeutige Identifikation von Biomarkern schwierig, da immunologische Veränderungen individuell sehr unterschiedlich ausfallen.

Long Covid
Die aktuellen Ergebnisse zu Long Covid zeigen erstmals Zusammenhänge zwischen Immunprozessen und Fatigue. (Archivbild) - depositphotos

Die gewonnenen Erkenntnisse zu Long Covid liefern wichtige Einblicke in die biologischen Grundlagen von Fatigue. Sie helfen zudem, weitere Langzeitfolgen der Erkrankung besser zu verstehen.

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Kommentare

User #5892 (nicht angemeldet)

Um den Natürlichen-Klimawandel und die Natürliche-Immunität zu leugnen braucht es überhaupt keine Intelligenz.

User #5892 (nicht angemeldet)

Die über 65-Jährigen sind immer krank, da fällt es nicht auf, dass die AHV solidarisch gerettet wird.

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