Coronavirus: Geringes Risiko einer Corona-Ansteckung auf Flügen

Noëlle Schnegg
Noëlle Schnegg

USA,

Das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus sei in Flügen sehr gering. Zu diesem Schluss kommt eine neue US-Studie.

Coronavirus
Eine Frau trägt im Flugzeug eine Maske gegen das Coronavirus. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine US-Studie ergab, dass das Corona-Ansteckungsrisiko auf Flügen sehr gering sei.
  • Die Filterungssysteme würden die Trägerpartikel innerhalb von sechs Minuten töten.
  • 54 Flugstunden dauere es, bis eine infizierte Person jemand anderes angesteckt hätte.

Trotz einer Maskenpflicht ist das enge Beisammensein in Flugzeugen für viele momentan ein Tabuthema. Nun gibt diesbezüglich eine neue Studie vom United States Transportation Command (Ustranscom) Entwarnung: Das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus in Flügen sei «sehr gering». Die Studie wurde im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums durchgeführt.

Forscher fanden heraus, dass die Luftfilterungssysteme der Flugzeuge die Trägerpartikel innerhalb von sechs Minuten beseitigen. Konkret: Wenn ein Passagier mit Corona infiziert ist, würde es etwa 54 Flugstunden dauern, bis er die anderen angesteckt hätte.

Geringere Ansteckung mit dem Coronavirus als im Operationssaal

Die Ansteckung in einem Flugzeug sei sogar geringer als in einem Operationssaal. Der Test wurde innerhalb von acht Tagen durchgeführt. Die Testpersonen stellten Schaufenster mit und ohne Maske dar. Die Trägerpartikel wurden alle zwei Sekunden in der Luft freigesetzt – dies simuliert die normale Atmung während einer Minute.

Zu berücksichtigen ist, dass sich die Tests nur auf eine infizierte Person stützen. Ausserdem konnten keine möglichen Bewegungen der Personen gemessen werden, da es sich um Puppen handelte. Zu einem ähnlichen Testergebnis kam eine Studie der Uniklinik Frankfurt am Main.

Joe Pope, Verbindungsmann der Ustranscom-Betriebsdirektion, zieht positive Schlüsse: «Diese Daten werden uns helfen, Strategien für die Kabinenbeladung und Sitzkonfigurationen zu entwickeln. Damit können wir das potenzielle Risiko einer Übertragung der Aerosolpartikel von Mensch zu Mensch mindern.»

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