Viele Menschen gehen dieser Tage auf die Strasse, um gegen den Krieg in der Ukraine zu protestieren. Demos gegen die Corona-Massnahmen finden weniger Zulauf - der harte Kern versammelt sich trotzdem.
Menschen demonstrieren in Hamburg mit Trommeln bei einem Sternmarsch unter dem Motto «Gegen Maskenpflicht und sonstigen Corona-Eindämmungsmassnahmen». Foto: Markus Scholz/dpa
Menschen demonstrieren in Hamburg mit Trommeln bei einem Sternmarsch unter dem Motto «Gegen Maskenpflicht und sonstigen Corona-Eindämmungsmassnahmen». Foto: Markus Scholz/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Gegner der Corona-Massnahmen sind am Samstag erneut bundesweit auf die Strasse gegangen, es kamen aber weniger Menschen als erwartet.

Dabei blieb es nach ersten Angaben der Polizei grösstenteils friedlich.

Im baden-württembergischen Reutlingen beteiligten sich etwa 6000 Menschen an einem Protestmarsch durch die Innenstadt, wie die Polizei mitteilte. Die Veranstalter hatten nach Angaben der Kommune bis zu 7000 Menschen angemeldet. Der Protestzug stand unter dem Motto «Wir sind die Menschheitsfamilie». In Freiburg nahmen nach Polizeiangaben 1600 Menschen an einer Versammlung teil, angemeldet waren 4500. Auch in Stuttgart waren mehrere Hundert Leute unterwegs.

In Bayern nahmen in Augsburg nach Angaben der Polizei rund 4200 Menschen an einer Versammlung teil, in Aschaffenburg etwa 2700 Menschen. In Regensburg kamen etwa 900 Teilnehmer zusammen. In Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei in Düsseldorf rund 2500 Versammlungsteilnehmer.

Deutlich weniger Teilnehmer als erwartet

In Hamburg hatten von Gegnern der Corona-Massnahmen organisierte Demonstrationen weniger Zulauf als vom Veranstalter erwartet. An vier Demonstrationszügen beteiligten sich nach Polizeiangaben in der Spitze 3550 Menschen. Der Anmelder, der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich eingestufte Verein United Movement for Equal Human Rights (UMEHR), hatte mit 7000 Teilnehmern gerechnet. Die Demonstrationen standen unter dem Motto «Gegen Maskenpflicht und sonstige Corona-Eindämmungsmassnahmen». Das Landesamt für Verfassungsschutz hatte den Verein als Beobachtungsobjekt eingestuft und gewarnt: «Wer bei diesen Versammlungen mitläuft, marschiert mit Verfassungsfeinden.»

Im niedersächsischen Gifhorn nahmen unter dem Motto «Transparenter politischer Dialog» laut Polizei etwa 2500 Menschen an einem Aufzug teil. In Osnabrück zählte die Polizei bei einer Versammlung rund 680 Teilnehmer, angemeldet waren 1400. Im sächsischen Chemnitz gingen 1800 Teilnehmer gegen Corona-Massnahmen auf die Strasse, wie die Polizei mitteilte. Auch in anderen Städten Deutschlands trafen sich Menschen in meist kleineren Versammlungen, um gegen die Corona-Politik zu demonstrieren.

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