Gewerkschaft

Gewerkschaft ruft Lufthansa-Piloten zu zwei Tagen Streik auf

Keystone-SDA
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Deutschland,

Passagiere der Lufthansa müssen sich auf den nächsten grossen Streik der Piloten einrichten. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat mehr als 5000 Beschäftigte zu einem 48-Stunden-Streik an diesem Donnerstag und Freitag aufgerufen.

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert mehr als 5000 Lufthansa-Beschäftigte zu einem 48-Stunden-Streik auf. (Archivbild)
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert mehr als 5000 Lufthansa-Beschäftigte zu einem 48-Stunden-Streik auf. (Archivbild) - KEYSTONE/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Gefährdet sind Starts aus Deutschland der Lufthansa-Kerngesellschaft, der Frachttochter Lufthansa Cargo und erstmals bei der Regionalgesellschaft Lufthansa Cityline.

Die Vereinigung Cockpit hatte in der vergangenen Woche wegen der angespannten Situation im Luftverkehr nach Nahost von Streikmassnahmen abgesehen. Nun sollen Flüge in den arabischen Raum nicht bestreikt werden. Ausdrücklich sind folgende Destinationen vom Arbeitskampf ausgenommen: Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

In den drei bestreikten Flugbetrieben hatten sich die Piloten in Urabstimmungen für Arbeitskämpfe entschieden. Bei der Gesellschaft Eurowings läuft eine entsprechende Abstimmung am kommenden Montag (16. März) aus. An dem Streik in der laufenden Woche werden sich die Eurowings-Beschäftigten daher nicht beteiligen.

Es ist bereits die zweite Streikwelle in der laufenden Tarifauseinandersetzung bei der Lufthansa-Kerngesellschaft. Am 12. Februar hatten die Piloten für einen Tag die Arbeit niedergelegt. Mehr als 800 Flüge mit rund 100'000 Passagieren fielen aus.

Hintergrund des Arbeitskampfes sind der Gewerkschaft zufolge ergebnislose Verhandlungen über die Betriebsrenten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo. Laut VC-Präsident Andreas Pinheiro liegt weiterhin kein Angebot vor.

Der Sprecher der Tarifkommission, Arne Karstens, erklärte: «Sieben Verhandlungsrunden, lange Bedenkzeiten und sogar ein vermittelndes Angebot – all das hat der Arbeitgeber verstreichen lassen. Jetzt reden wir erst weiter, wenn ein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt.»

Die Cityline erledigt für die Kerngesellschaft Lufthansa regionale Zubringerflüge. Sie betreibt 30 Jets und beschäftigt an die 500 Piloten. Der Flugbetrieb der Gesellschaft soll nach Aussagen des Konzern-Managements im kommenden Jahr auslaufen. Ihre Verbindungen sollen bis dahin auf die neue, fast namensgleiche Unternehmenstochter Lufthansa City Airlines übergehen.

Laut VC hat die bevorstehende Schliessung aber nichts mit den laufenden Tarifverhandlungen zu tun. Die Gewerkschaft hat für die Jahre 2024, 2025 und 2026 Vergütungsanpassungen um jeweils 3,3 Prozent jährlich gefordert. Ein erstes Angebot hat die VC abgelehnt, weil es eine Friedenspflicht bis Ende 2027 beinhaltete.

Kommentare

User #3892 (nicht angemeldet)

Das sozialistische D ist noch nicht ganz am Boden. Noch nicht

Sugus Experte

Streik im ÖV ist eine Schweinerei. Tausende leiden darunter weil die Gewerkschaften unfähig sind richtig zu verhandeln.

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