Wegen der Corona-Pandemie haben die britischen Stadtausrufer ihren Meister in diesem Jahr im Stillen ausgerufen.
Londoner Wahrzeichen Big Ben
Londoner Wahrzeichen Big Ben - AFP/Archiv

Normalerweise sind sie für ihre lauten Stimmen bekannt. Doch wegen der Corona-Pandemie küren die britischen Stadtausrufer ihren Meister in diesem Jahr im Stillen, wie die BBC am Dienstag berichtete. Bewertet würden nur die schriftlich eingereichten Rufe, sagte die Organisatorin des Wettbewerbs der britischen Stadtausrufer, Carole Williams.

«Es ist echtes Geschick, einen Ausruf zu schreiben, der am Thema festhält, die Menschen erleuchtet und das Publikum nicht langweilt. Und alles muss in 140 Wörtern erledigt werden», sagte Williams.

Normalerweise gibt es drei Bewertungskriterien: andauerndes Volumen und Klarheit, Diktion und Beugung sowie Inhalt. Diesmal wird es zum Thema «Natur und Umwelt» nur um Inhalte gehen. Auf Ton-Aufnahmen wurde verzichtet, weil nicht allen Teilnehmern technisch gleiche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Der Sieger soll Mitte Mai gekürt werden. Es liegen bereits Hunderte Bewerbungen vor. 2020 war der Wettbewerb abgesagt worden.

Stadtausrufer gibt es im Vereinigten Königreich bereits seit Hunderten von Jahren. Ihre Aufgabe war es, den Bürgern die neuesten Nachrichten und Regeln mitzuteilen, während sie eine Glocke läuteten. Da sie im Namen des Monarchen sprechen, waren sie gesetzlich geschützt. Der traditionelle Schrei lautet «Oyez!», abgeleitet aus dem Französischen «ouïr» (hören). Traditionell beendet jeder Ausrufer seinen Vortrag mit «God Save The Queen» - «Gott schütze die Königin!»

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