Gut zu wissen: Diese Touristen-Attraktionen sorgen für Frust!
Nicht alles sorgt für bleibende Reise-Erinnerungen. Eine aktuelle Auswertung zeigt, welche europäischen Touristenattraktionen mehr Frust als Faszination bieten.

Das Wichtigste in Kürze
- Viele europäische Sehenswürdigkeiten sind kitschig, überbewertet und wenig gehaltvoll.
- Eine Liste zeigt, was man getrost von der Bucketlist streichen kann.
- Ganz oben auf der Negativliste steht Julias Balkon in Verona.
Wer reist, will entdecken, staunen und eintauchen. Und landet trotzdem überraschend oft genau dort, wo sich Einheimische niemals freiwillig blicken lassen würden.
Das ist kein persönliches Versagen, sondern ein klassischer Touristenreflex.
Doch während manche Sehenswürdigkeiten ihren Ruhm tatsächlich verdienen, entpuppen sich andere als teure Enttäuschung.

Die britische Zeitung «Telegraph» hat genau hingeschaut. Sie identifiziert jene europäischen Attraktionen, die als besonders kitschig, überbewertet und kulturell wenig gehaltvoll gelten. Die man also getrost von der Bucketlist streichen kann.
Ganz oben auf der Negativliste steht Julias Balkon in Verona. Romantik pur? Eher nicht. Der berühmte Balkon hat mit Shakespeare nichts zu tun.
Viele Länder sind vertreten
Er wurde erst Jahrhunderte nach dessen Tod angebaut. Heute dient er vor allem als Kulisse für Selfies in einer engen, überfüllten Gasse. In der Hochsaison inzwischen sogar gegen Eintritt.
Ein ähnliches Schicksal ereilt den Leicester Square in London, der weniger als Sehenswürdigkeit wahrgenommen wird. Sondern mehr als grelle, hektische Ansammlung von Fast-Food-Ketten, Werbung und Menschenmassen.
Besonders hart fällt das Urteil über die Blaue Lagune in Island aus. Statt nordischem Spa-Zauber beschreibt der «Telegraph» sie als Ort mit der Atmosphäre einer Flughafenlounge. Inklusive dicht gedrängter Badegäste im milchigen Wasser.

Auch der legendäre Blarney Stone in Irland steht in der Kritik: Um angeblich Redekunst und Charisma zu erlangen, müssen Besucherinnen und Besucher den Stein kopfüber küssen.
Gesichert von einer Metallstange, in einer langen Warteschlange und unter den Blicken anderer Reisender. Für viele überwiegt dabei der skurrile Zirkus klar den mythischen Mehrwert.
Mona Lisa ebenfalls auf der Liste
Ähnlich ernüchternd ist John O’Groats in Schottland, oft als nördlichster Punkt des britischen Festlands beworben.
In Wahrheit handelt es sich um einen unscheinbaren Ort mit Parkplatz, Souvenirshop und Wegweiser. Landschaftlich wenig spektakulär und vor allem ein Pflichtstopp für Beweisfotos.

Auch weitere Klassiker schneiden schlecht ab: Wie etwa die Reeperbahn in Hamburg, Manneken Pis in Brüssel, die Mona Lisa in Paris. Oder Gondelfahrten in Venedig sowie die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen.
Die Quintessenz: Berühmtheit ist kein Garant für ein gutes Reise-Erlebnis. Wer bereit ist, bekannte Pfade zu verlassen, entdeckt oft mehr Authentizität, Ruhe und lokale Kultur.
Und kehrt mit deutlich besseren Erinnerungen nach Hause zurück.
Das sind laut «Telegraph» die enttäuschendsten Sehenswürdigkeiten Europas:
1. Julias Balkon, Verona.
2. Leicester Square, London.
3. Blaue Lagune, Island.
4. Blarney Stone, Irland.
5. Reeperbahn, Hamburg.
6. Manneken Pis, Brüssel.
7. Mona Lisa, Paris.
8. Gondelfahrt, Venedig.
9. Kleine Meerjungfrau, Kopenhagen.
10. John O'Groats, Schottland.
Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.
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