Coronavirus

    Rückgang der privaten Konsumausgaben in Corona-Jahr 2020

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    Deutschland,

    Der private Konsum zählt zu den Säulen der Konjunktur. 2020 gab es einen merkbaren Rückgang. Am stärksten gingen die Ausgaben für Gaststätten, Restaurants und Hotels zurück.

    Die Corona-Krise mit zeitweisen Beschränkungen des öffentlichen Lebens hat den Privatkonsum in Deutschland im vergangenen Jahr gedämpft. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
    Die Corona-Krise mit zeitweisen Beschränkungen des öffentlichen Lebens hat den Privatkonsum in Deutschland im vergangenen Jahr gedämpft. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Corona-Krise mit zeitweisen Beschränkungen des öffentlichen Lebens hat den Privatkonsum in Deutschland im vergangenen Jahr gedämpft.

    Die monatlichen Konsumausgaben der privaten Haushalte sanken 2020 um 3 Prozent auf durchschnittlich 2507 Euro gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Allerdings gaben die Menschen für bestimmte Produkte und Dienstleistungen mehr aus als im Vorjahr, etwa für Computer, Fahrräder, Nahrungsmittel und Wohnen.

    Lockdowns und Begrenzungen der Personenzahl zum Beispiel in Freizeit- und Dienstleistungseinrichtungen führten den Angaben zufolge zu einem Rückgang der Ausgaben. Konjunkturmassnahmen wie die befristete Mehrwertsteuersenkung und der Kinderbonus hätten sich dagegen positiv ausgewirkt.

    Rückgang auch wegen Schliessungen

    Am stärksten sanken die Ausgaben für den Besuch von Gaststätten und Restaurants sowie Übernachtungen in Hotels, Pensionen und anderen Quartieren. Die Haushalte gaben hierfür durchschnittlich 102 Euro im Monat aus und damit 35 Prozent weniger als 2019 (157 Euro). Touristische Übernachtungen und der Besuch der Gastronomie waren zeitweise verboten.

    Mehr als ein Jahr zuvor gaben die Menschen dagegen für die Ausstattung ihres Heimes aus. Angeschafft wurden vor allem grössere und kleine Haushaltsgeräte, Heimtextilien und Einrichtungsgegenstände. Die Statistiker verzeichneten in diesem Bereich den grössten Ausgabenzuwachs mit rund 13 Prozent auf durchschnittlich 160 Euro pro Monat.

    Der Privatkonsum ist eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur. Ökonomen befürchten, dass die gestiegenen Infektionszahlen den Konsum erneut dämpfen könnten, weil Verbraucher aus Sorge vor Ansteckungen zum Beispiel auf den Besuch von Restaurants verzichten. Zudem gibt es in den ersten Bundesländern wieder strengere Regeln zur Bekämpfung der Pandemie.

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