Papst

    Kardinal Woelki: Papst Franziskus schickt Prüfer ins Erzbistum Köln

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Dramatische Wende in der Krise um Kardinal Rainer Maria Woelki: Papst Franziskus reagiert und entsendet zwei Bischöfe zu einer Überprüfung ins Erzbistum Köln.

    Rainer Maria Woelki
    Kardinal Rainer Maria Woelki hält einen Gottesdienst im Kölner Dom ab. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Krise im Erzbistums Köln spitzt sich weiter zu.
    • Nun will sich der Papst mit einer Apostolischen Visitation ein eigenes Bild verschaffen.

    Papst Franziskus hat eine Überprüfung des Erzbistums Köln von Kardinal Rainer Maria Woelki angeordnet. Mit der Überprüfung hat der Papst zwei Bischöfe beauftragt und sie zu Apostolischen Visitatoren ernannt: Kardinal Anders Arborelius, Bischof von Stockholm, und Johannes van den Hende, Bischof von Rotterdam und Vorsitzender der Niederländischen Bischofskonferenz. Sie sind mit weitgehenden Vollmachten ausgestattet.

    Viele Personen im Visier

    «Die Gesandten des Heiligen Stuhls werden sich ein umfassendes Bild von der komplexen pastoralen Situation im Erzbistum verschaffen.» Dies teilte das Erzbistum Köln am Freitag mit. Dies soll «im Laufe der ersten Junihälfte vor Ort» geschehen.

    Erzbistum Köln generalvikariat
    Der Dom in Köln spiegelt sich in einem Fenster. Rainer Maria Woelki arbeitet dort. - dpa

    Sie würden «eventuelle Fehler Seiner Eminenz Kardinals Woelkis» untersuchen. Im Fokus stehen aber auch der Hamburger Erzbischof Stefan Hesse – ehemals Personalchef in Köln. Sowie die beiden beurlaubten Kölner Weihbischöfe Dominikus Schwaderlapp und Ansgar Puff.

    Auch ihr Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs wird von den beiden Beauftragten des Papstes untersucht. Rainer Maria Woelki teilte mit, er begrüsse, dass sich der Papst mit der Apostolischen Visitation ein eigenes Bild verschaffen wolle.

    Erzbistum Köln in Vertrauenskrise

    Das Erzbistum Köln befindet sich seit vielen Monaten in einer tiefen Vertrauenskrise, die sich in einer Welle von Kirchenaustritten spiegelt. Die Krise begann damit, dass Woelki eine Untersuchung zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs zurückhielt. Diese hatte er selbst in Auftrag gegeben. Dafür führte er rechtliche Bedenken an.

    stefan heße
    Stefan Hesse, Erzbischof von Hamburg. - dpa

    Neue Vorwürfe gegen Kardinal Rainer Maria Woelki

    Ein neues Gutachten, das im März veröffentlicht wurde, sprach Woelki von Pflichtverletzungen frei. Dafür belastete es den Hamburger Erzbischof Hesse, der daraufhin seinen Rücktritt anbot. Die Krise im Erzbistum Köln endete damit aber nicht, weil immer neue Vorwürfe gegen Woelki erhoben wurden. Zuletzt hatten 14 der 15 Kreis- und Stadtdechanten von Woelki «persönliche Konsequenzen» gefordert.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Kreuz
    Frauen-Führung
    1 Interaktionen
    Köln

    MEHR IN NEWS

    Palma
    Bolontana Sardinien
    9 Interaktionen
    Auf Sardinien
    prister
    Ecuador
    zelensky
    9 Interaktionen
    Kiew

    MEHR PAPST

    papst
    Rom
    Papst
    4 Interaktionen
    Rom
    sdf
    3 Interaktionen
    Rom
    1 Interaktionen
    Rom

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Friedrich Merz
    21 Interaktionen
    Berlin
    8 Interaktionen
    Leipzig
    Bundesliga
    Muheim-Hammer