In Frankreich wurde erneut landesweit gegen die Corona-Politik demonstriert. Es fanden rund 200 Protestzüge statt.
Demonstranten stehen bei einem Protest gegen den neuen Gesundheitspass in Paris Polizisten gegenüber. Foto: Michel Euler/AP/dpa
Demonstranten stehen bei einem Protest gegen den neuen Gesundheitspass in Paris Polizisten gegenüber. Foto: Michel Euler/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Michel Euler

Das Wichtigste in Kürze

  • In Frankreich kam es erneut zu Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen.
  • Es kam zu rund 200 Protestzügen im ganzen Land.

In Frankreich haben Zehntausende Menschen am Samstag am siebten Wochenende in Folge gegen die verschärften Corona-Regeln der Regierung von Präsident Emmanuel Macron demonstriert.

Quer durchs Land war zu rund 200 Protestzügen aufgerufen worden. Ausser gegen eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen richteten die Proteste sich gegen den sogenannten Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test. Zumeist verliefen die Proteste in einer friedlichen und entspannten Atmosphäre, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Der in der landesweiten Corona-App speicherbare Gesundheitspass wird seit drei Wochen unter anderem zum Besuch von Cafés und Restaurants, vor dem Betreten grosser Einkaufszentren sowie bei Reisen per Fernzug oder Flugzeug verlangt.

Bislang läuft der Einsatz des Gesundheitspasses weitgehend reibungslos. Gerichte kippten die Pflicht zum Vorzeigen des Gesundheitspasses vor dem Besuch grosser Einkaufszentren aber in den letzten Tagen in drei Regionen. Der Zugang zur Grundversorgung wie dem Lebensmittelhandel werde dadurch behindert, hiess es zur Begründung.

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