Nestlé-Milch: Frankreich ermittelt wegen zweitem toten Baby

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    In Frankreich sind nach dem Tod von zwei Säuglingen Ermittlungen wegen möglicherweise verunreinigter Babymilch eingeleitet worden. Zugleich sind sämtliche betroffenen Chargen landesweit aus dem Verkauf genommen worden.

    Der Druck auf Nestlé steigt: In Frankreich sind nach dem Tod von zwei Säuglingen Ermittlungen wegen möglicherweise verunreinigter Babymilch eingeleitet worden. (Archivbild)
    Der Druck auf Nestlé steigt: In Frankreich sind nach dem Tod von zwei Säuglingen Ermittlungen wegen möglicherweise verunreinigter Babymilch eingeleitet worden. (Archivbild) - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

    Dies sagte die französische Gesundheitsministerin Stéphanie Rist am Freitag im Sender BFM-TV. Die beiden Kinder hatten laut Behörden ein von Nestlé zurückgerufenes Milchpulver konsumiert, das wegen einer möglichen bakteriellen Verunreinigung aus dem Handel genommen worden war.

    Ein direkter ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Produkt und den Todesfällen sei bislang jedoch nicht nachgewiesen worden, sagte die Ministerin. Eine akute wissenschaftliche Warnlage bestehe derzeit nicht.

    Rist rief Eltern dazu auf, auf der staatlichen Internetplattform «Rappel Conso» zu prüfen, ob ihre Produkte betroffen seien. In diesem Fall sollten die Packungen beiseitegelegt und neue gekauft werden.

    Sollten Kinder kürzlich Milch aus einer betroffenen Dose getrunken haben, ohne Symptome zu zeigen, bestehe kein Anlass zur Sorge, erklärte die Ministerin weiter. Bei Anzeichen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall solle jedoch ein Arzt aufgesucht werden, falls die Milch aus einer zurückgezogenen Charge stamme.

    Nestlé hatte am 5. Januar einen gross angelegten Rückruf mehrerer Produktionschargen von Marken wie Guigoz und Nidal gestartet, nachdem in Produkten das Gift Cereulid aus einer Zutat in geringen Mengen entdeckt worden war. Mittlerweile betrifft der Rückruf gegen 60 Länder.

    Die giftige Substanz wird unter bestimmten Bedingungen von Bakterien der Art Bacillus cereus gebildet und kann heftiges Erbrechen auslösen. Auch die französischen Konzerne Danone und Lactalis kündigten Rückrufe an. In der Schweiz ist unter anderem der Anbieter Hochdorf mit einem Produkt der Marke Bimbosan betroffen.

    Laut dem Landwirtschaftsministerium stehen die Rückrufe im Zusammenhang mit einer Rohstofflieferung eines einzelnen Herstellers in China. Beim Unternehmen soll es sich um Cabio Biotech handeln, wie die Tamedia-Zeitungen unter Berufung auf eine Sprecherin des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit am Freitag berichteten.

    Kommentare

    User #3973 (nicht angemeldet)

    Selbst Tote schrecken Nestlé nicht zurück - ein Konzern, der untergehen sollte- Boykott für alle Produkte , wer alles zu Nestle gehört könnt ihr über google herausfinden-

    User #25 (nicht angemeldet)

    ja leider. Ich habe Aktien zugekauft und zugekauft um die Position endlich abstossen zu können. Jedoch befürchte auch ich das sinkende Schiff. Da hilft auch der mittlerweile in Rente gegangene Clooney nichts. Auch da haben sich die Nespresso Kapseln als Umweltsauerei etabliert,

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