Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 452,4 an.
Der Arzt Roman Gorfunkel macht einen Abstrich für einen Corona-Test. Foto: Markus Scholz/dpa
Der Arzt Roman Gorfunkel macht einen Abstrich für einen Corona-Test. Foto: Markus Scholz/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 446,7 gelegen, vor einer Woche bei 386,5 (Vormonat: 64,3).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen einem Tages 29 364 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.34 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 30 643 Ansteckungen gewesen. 68 Prozent der Deutschen sind laut der Impfkampagnen-Seite der Bundesregierung mittlerweile vollständig geimpft.

Etwa ein Viertel der deutschlandweit registrierten Corona-Neuinfektionen meldete das Land Bayern. Von dort mussten erste Corona-Patienten angesichts der angespannten Lage in den Krankenhäusern zur Behandlung in andere deutsche Länder ausgeflogen werden.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 73 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 62 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5 791 060 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 100 956.

Die wahrscheinliche neue deutsche Regierung - die sogenannte Ampel-Koalition aus SPD, Grüne und FDP - will einen Corona-Krisenstab im Kanzleramt einsetzen. Er könnte bereits in den kommenden Tagen und damit noch vor Amtsantritt des Regierungsbündnisses seine Arbeit aufnehmen. An der Spitze des Krisenstabes soll ein General stehen, wie FDP-Chef Christian Lindner am Sonntagabend in der ZDF-Sendung «Berlin direkt» und bei «Anne Will» in der ARD sagte.

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