Blackout

    Blackout in Berlin – Bürgermeister Wegner nimmt sich eine Auszeit

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Deutschland,

    Während Berlin friert und ein Stromausfall 45'000 Haushalte trifft, geniesst Bürgermeister Kai Wegner eine Partie Tennis. Die Kritik an seinem Verhalten wächst.

    Kai Wegner Berlin
    Während Berlin unter einem Blackout leidet, gönnt sich Wegner eine Tennisstunde. (Archivbild) - keystone

    Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner steht nach einem massiven Stromausfall unter Kritik. Rund 45'000 Haushalte, besonders im Südwesten der deutschen Stadt, blieben laut der «ZEIT» tagelang ohne Strom.

    Die Bewohner mussten bei Minusgraden in unbeheizten Wohnungen ausharren. Währenddessen spielte Wegner laut dem «Tagesspiegel» Tennis, was die öffentliche Empörung weiter anheizte.

    Berlin ohne Strom: Grösster Blackout seit dem Zweiten Weltkrieg

    Ein Brandanschlag auf das Stromnetz löste die Krise in Berlin aus, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Das Stromnetz Berlin meldete bereits am Samstagmittag einen längeren Ausfall.

    Warst du schon mal in Berlin?

    Am Donnerstag zeichnete sich ein Ende ab. Der «taz» zufolge handelte es sich um den grössten Blackout der Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg.

    Der Netzbetreiber hatte zunächst eine Behebung bis 18.30 Uhr angekündigt. Laut der «ZEIT» verschob sich der Termin später auf Donnerstagnachmittag.

    Kritik an Wegner: Während der Krise spielte er Tennis

    Am Samstag nahm Bürgermeister Kai Wegner nicht am Krisenstab teil, berichtet der «Tagesspiegel». Stattdessen spielte er eine Stunde Tennis.

    Am Sonntag erklärte Wegner dem «Tagesspiegel»: «Ich habe mich in meinem Büro zu Hause eingeschlossen.» Er betonte, den ganzen Tag über telefoniert zu haben.

    Später räumte der Regierende der «WELT» gegenüber ein: «Dann habe ich von 13 bis 14 Uhr Tennis gespielt.» Er versicherte, währenddessen aber weiterhin erreichbar geblieben zu sein.

    Opposition und Experten kritisieren Wegner nach Blackout in Berlin

    Die Opposition kritisierte, dass Bürgermeister Wegner die von dem Stromausfall betroffenen Stadtteile nicht besucht habe, berichtet die «taz». Ihr zufolge wirke sein Auftreten «desolat».

    Kommentatoren bezeichneten die Krisenkommunikation als ungeschickt, wie «kom.de» meldet. Sie betonen, dass Wegner sich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen müsse.

    Kai Wegner
    Am Samstag nahm Bürgermeister Kai Wegner nicht am Krisenstab in Berlin teil. (Archivbild) - keystone

    Experten sahen im Vorgehen des Senats ein Versagen im Krisenmanagement, berichtet die «taz». Gleichzeitig bemühe sich der Senat aber um Schadensbegrenzung.

    Wegner rechtfertigt Verhalten – Debatte bleibt offen

    Bürgermeister Kai Wegner versprach die Übernahme von Übernachtungskosten in Hotels, während Pflegeheime und Supermärkte wieder mit Strom versorgt wurden. Etwa die Hälfte der Haushalte in Berlin hatte laut «ZEIT» bereits Strom zurück, die Lage blieb jedoch dynamisch.

    Wegner wies Vorwürfe zurück und betonte gegenüber dem «Tagesspiegel», von Beginn an ins Krisenmanagement eingebunden gewesen zu sein. Nach der Enthüllung seiner Tennis-Pause entschuldigte er sich rückblickend und räumte ein, ehrlicher hätte sein sollen.

    Die Berliner Senatskanzlei unterstrich seine ständige Erreichbarkeit, wie die «Tagesschau» berichtet. Trotzdem bleibt die öffentliche Debatte über Wegners Verhalten offen.

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    Kommentare

    User #5628 (nicht angemeldet)

    In der Zeit wo er Tennis spielt macht er nichts dümmeres

    User #2473 (nicht angemeldet)

    Schaut euch mal das kurze Video: "Rules for Ruler an" danach wird einiges klarer sein...

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