Berlins Bürgermeister spielte während Stromausfall Tennis
Während viele Haushalte ohne Strom waren, weilte Berlins Bürgermeister auf dem Tennisplatz. Erst auf Nachfrage gab er das zu – und steht nun massiv unter Druck.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Südwesten Berlins ist der Strom nach Tagen wieder weitgehend zurück.
- Kritisiert wird der Bürgermeister – er ging während der Krise Tennis spielen.
- Medien vergleichen den Vorfall mit Laschets Fehltritt 2021 im Hochwassergebiet.
Die Stromversorgung im Südwesten Berlins ist nach mehreren Tagen weitgehend wiederhergestellt.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zeigte sich erleichtert: «Ich habe mich noch nie in meinem Leben so doll gefreut, dass der Strom wieder da ist», sagte er.
Doch die Erleichterung wird überschattet von Kritik an seinem Verhalten während der Krise. Wie der RBB berichtet, spielte Wegner am Samstagmittag, während viele Haushalte noch ohne Strom waren, eine Tennispartie mit seiner Lebensgefährtin.
Was Wegner noch schlechter dastehen lässt: Das sportliche Intermezzo verschwieg er zunächst und räumte es erst auf Nachfrage von Journalisten ein.
Parallelen zu Laschet-Fauxpas
Zuvor hatte er betont, «den ganzen Tag am Telefon» gewesen zu sein. Später gestand Wegner ein, dass er das besser hätte kommunizieren müssen.
Der «Spiegel» wertet dies als schweren Fehler: Wegner habe die Chance verpasst, sich als tatkräftiger Krisenmanager zu profilieren, und stehe nun als Täuscher da.
Ein «unverzeihlicher Doppelfehler», kommentiert die Zeitung.
Sie zieht Parallelen zu Armin Laschet: Der CDU-Politiker hatte 2021 nach seinem Auftritt im Hochwassergebiet stark an Ansehen und später die Bundestagswahl verloren.

Nach der Hochwasserkatastrophe mit Dutzenden Toten in Nordrhein-Westfalen lachte und witzelte er vor Ort. Ein Bild davon sorgte für Empörung.






















