Ein New Yorker hat sich eine Gesetzeslücke zu eigen gemacht und dadurch fünf Jahre lang mietfrei in einem Hotel der Stadt gewohnt.
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Ein Hotelzimmer (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In New York hat sich ein Mann eine Gesetzeslücke zunutze gemacht.
  • So schaffte er es, fünf Jahre mietfrei in einem Hotel zu wohnen.
  • Noch obendrauf behauptete er, das Hotel würde ihm sogar gehören.
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Ein New Yorker, Mickey Barreto, lebte fünf Jahre lang mietfrei in einem markanten Hotel in Manhattan: Nämlich, indem er eine wenig bekannte lokale Wohnungsbaugesetzgebung ausnutzte. Seine Situation eskalierte jedoch, als er behauptete, Eigentümer des gesamten New Yorker Hotelgebäudes zu sein.

Lücke im Gesetz wird zum Vorteil

Er versuchte zudem, einem anderen Mieter Miete zu berechnen. Barreto wurde daraufhin wegen der Einreichung falscher Grundstücksunterlagen festgenommen. Er argumentiert, dass es sich um einen zivilen und keinen kriminellen Fall handeln sollte. So laut «The Lufkin Daily News».

Barreto und sein Freund hatten ursprünglich etwa 200 Dollar gezahlt, um ein Zimmer des Art-Déco-Gebäudes zu mieten. Dies, nachdem Barreto von einer Gesetzeslücke erfahren hatte. Denn diese ermöglichte es Bewohnern von Einzelzimmern in vor 1969 erbauten Gebäuden, einen sechsmonatigen Mietvertrag zu verlangen.

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Deswegen forderte er auch einen solchen Vertrag an, wurde jedoch daraufhin aus dem Hotel geworfen. Nach einem erfolgreichen Berufungsverfahren erhielt er aber Zugang zu einem Zimmer, in dem er bis Juli 2023 ohne Mietzahlung lebte. Denn die Gebäudeeigentümer wollten nie über einen Mietvertrag verhandeln.

Betrüger kommt vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft von Manhattan gibt zu, dass das Wohnungsgericht Barreto den «Besitz» seines Zimmers zugestand. Es wirft ihm jedoch vor, im Jahr 2019 eine gefälschte Urkunde auf einer städtischen Website hochgeladen zu haben.

Diese soll den Anschein erweckt haben, das gesamte Gebäude gehöre ihm. Er versuchte dann, als vermeintlicher Eigentümer des Gebäudes von verschiedenen Entitäten, einschliesslich eines der Hotelmieter, Miete zu fordern.

Barreto behauptet, seine rechtlichen Auseinandersetzungen seien Aktivismus, um der Vereinigungskirche, die das Gebäude 1976 erwarb, Gewinne zu verweigern. Er vertrat sich in den Zivilverfahren stets selbst und engagierte erst kürzlich einen Strafverteidiger.

Die Vereinigungskirche hat Barreto 2019 wegen des Anspruchs auf die Urkunde verklagt, und der Fall ist noch anhängig. Barreto betont, er habe nie die Absicht gehabt, Betrug zu begehen oder daraus Profit zu schlagen.

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