In Rio de Janeiro wurde die Maskenpflicht unter bestimmten Bedingungen aufgehoben. Ermöglicht wurde dies durch die fortgeschrittene Impfkampagne Brasiliens.
Christus-Statue in Rio de Janeiro
ARCHIV - 09.08.2020, Brasilien, Rio de Janeiro: Luftaufnahme der Statue «Cristo Redentor» (Christus der Erlöser). - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die brasilianische Stadt Rio de Janeiro konnte die Maskenpflicht im Freien aufheben.
  • Voraussetzung dafür ist eine Impfquote von 75 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahre.
  • In Brasilien sind mittlerweile mehr als 100 Millionen Personen gegen Corona geimpft.

In Rio de Janeiro ist das Tragen von Corona-Schutzmasken in offenen Bereichen unter bestimmten Bedingungen nicht mehr Pflicht. Dies geht aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt des Bundesstaates am Donnerstag hervor. Demnach gilt die neue Regelung für den Gebrauch von Corona-Masken von Donnerstag an.

Hohe Impfquote in Brasilien

Zudem müssen 75 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahre oder 65 Prozent der Gesamtbevölkerung komplett geimpft sein. Beides ist etwa der Fall in der Metropole Rio. In geschlossenen Räumen bleibt die Maskenpflicht bestehen. Voraussetzung ist, dass die Gemeinde oder Stadt ein mässiges, geringes oder sehr geringes Risiko für Covid-19 aufweist.

Coronavirus Brasilien
In Brasilien werden viele Impfungen oft im Auto verabreicht. Nicht selten filmen oder fotografieren Angehörige dabei. - dpa

Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Corona-Infektionen. Zuletzt überschritt das grösste Land in Lateinamerika die Marke von 600'000 Corona-Toten. Rio war bisweilen eine der am meisten betroffenen Städte.

In Brasilien sind mittlerweile mehr als 100 Millionen Personen gegen Corona geimpft. Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne und dem Rückgang der Belegung der Krankenhäuser wuchs der Optimismus der Stadt. Experten warnten, dass die Massnahme den falschen Eindruck vermitteln könnte, die Pandemie sei zu Ende.

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