EZB

    Europäische Zentralbank schreibt 2025 erneut Verlust

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die Verlustserie der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich 2025 fortgesetzt. Gut 1,25 Milliarden Euro Minus stehen unter dem Strich in der Bilanz, wie die Notenbank mit Sitz in Frankfurt mitteilte.

    Der Abend in Frankfurt am Main
    In einem oberen Stockwerk der Europäischen Zentralbank (EZB) ist ein Bürotrakt nach Sonnenuntergang beleuchtet. (Symbolbild) - dpa

    Damit fällt eine Gewinnausschüttung an die nationalen Zentralbanken im Euroraum erneut aus. Den letzten EZB-Gewinn gab es 2021. Im Jahr 2024 musste die EZB mit mehr als 7,9 Milliarden Euro den höchsten Verlust ihrer mehr als 25-jährigen Geschichte verbuchen.

    Die EZB-Bilanz könnte bald wieder positiver ausfallen: «Es wird erwartet, dass die EZB im Jahr 2026 oder im Jahr danach wieder Gewinne erzielen wird, obwohl dies von der künftigen Höhe der Leitzinsen der EZB und den Wechselkursen sowie von der Grösse und Zusammensetzung der Bilanz der EZB abhängen wird», schreibt die Notenbank.

    Bis die nationalen Zentralbanken im Euroraum wieder von Ausschüttungen profitieren, kann es allerdings noch Jahre dauern: Die in den vergangenen Jahren aufgelaufenen rund 10,5 Milliarden Euro Verlust schleppt die EZB in ihrer Bilanz mit, bis diese durch künftige Gewinne ausgeglichen werden können.

    Die EZB bekräftigte, die vorübergehenden roten Zahlen seien eine Folge notwendiger geldpolitischer Entscheidungen. «In jedem Fall kann die EZB unabhängig von etwaigen Verlusten effektiv arbeiten und ihr vorrangiges Mandat der Gewährleistung der Preisstabilität erfüllen.»

    Hauptziel von Notenbanken ist es nicht, Gewinne zu erzielen. Die EZB und mit ihr die nationalen Zentralbanken im Eurosystem sollen vor allem für stabile Preise und somit eine stabile Währung im inzwischen 21 Länder umfassenden Euroraum sorgen.

    Beginnend im Sommer 2022 hatte die EZB die Zinsen rasant erhöht, um die zeitweise hohe Inflation in den Griff zu bekommen. Höhere Zinsen an den Finanzmärkten führten zu steigenden Zinsausgaben aufseiten der Notenbanken, mit denen die Zinseinnahmen nicht Schritt hielten. Zugleich werfen viele Wertpapiere wie Staats- und Unternehmensanleihen mit langer Laufzeit, die die Euro-Notenbanken über Jahre im Rahmen der gemeinsamen Geldpolitik in grossem Umfang kauften, vergleichsweise niedrige Zinsen ab.

    Inzwischen ist die Teuerungsrate von Rekordständen weit entfernt, daher hat die EZB die Leitzinsen wieder gesenkt. In der Folge waren im vergangenen Jahr die Zinsaufwendungen der EZB unter dem Strich mit 178 Millionen Euro deutlich niedriger, 2024 hatten sie sich noch auf 6,98 Milliarden Euro summiert.

    Kommentare

    User #7842 (nicht angemeldet)

    Vielleicht hätte man das Geld nicht in die Ukraine schütten sollen, auf Nimmerwiedersehen.

    User #3392 (nicht angemeldet)

    Der EU Stoxx Aktienindex läuft seit längerem viel Besser als unser Schweizer SMI!

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