Ein Mann aus Kolumbien hat fälschlicherweise behauptet, Artikel in einem Supermarkt abgeschleckt zu haben.
ARCHIV - Eine Frau mit Mundschutz verlässt einen Supermarkt im britischen Caerphilly. Foto: Ben Birchall/PA Wire/dpa
ARCHIV - Eine Frau mit Mundschutz verlässt einen Supermarkt im britischen Caerphilly. Foto: Ben Birchall/PA Wire/dpa - sda - Keystone/PA Wire/Ben Birchall

Weil er fälschlicherweise auf Facebook behauptet hatte, er habe einen Corona-Infizierten dafür bezahlt, Sachen in einem Supermarkt abzulecken, ist ein Mann im US-Bundesstaat Texas zu 15 Monaten Haft verurteilt worden.

Damit habe der 40-Jährige in zwei Fällen gegen ein Gesetz verstossen, das Falschinformationen und Täuschung im Zusammenhang mit biologischen Waffen verbietet, berichteten US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Darunter falle auch das Coronavirus. Ein Bundesrichter ordnete zudem am Montag eine Geldstrafe von 1000 Dollar (rund 865 Euro) an.

Mann wollte Menschen von Supermarkt-Besuch abhalten

Im April 2020 hatte der Mann auf Facebook über einen Supermarkt in der Stadt San Antonio geschrieben, sein mit Corona infizierter Cousin habe gegen Bezahlung in den vergangenen zwei Tagen «alles abgeleckt». Das sei nicht wahr gewesen, hiess es seitens der Staatsanwaltschaft. Der Beitrag sei nach 16 Minuten gelöscht worden. Dennoch erreichte örtliche Behörden ein anonymer Hinweis mit einem Screenshot.

Bei einer Befragung durch die Bundespolizei FBI sagte der Mann später, er habe durch die Aktion Menschen davon abhalten wollen, öffentliche Orte aufzusuchen. Ziel sei gewesen, «sie von der Verbreitung des Virus abzuhalten». «Zu versuchen, Menschen mit der Drohung zu erschrecken, gefährliche Krankheiten zu verbreiten, ist kein Spass», teilte der zuständige Staatsanwalt Ashley C. Hoff mit. Medienberichten zufolge will der Mann Berufung einlegen.

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