Superbowl mit Bad Bunny – NFL trotzt massiver Kritik
Die NFL verteidigt den geplanten Auftritt von Bad Bunny am Superbowl, obwohl Präsident Trump die Wahl des Künstlers als lächerlich abtut.

Am 8. Februar 2026 wird Superstar Bad Bunny die Halftime-Show beim Superbowl LX im Levi's Stadium in Santa Clara bestreiten. Die Entscheidung der NFL sorgt seit der Ankündigung Ende September 2025 für heftige Kontroversen in den USA.
US-Präsident Donald Trump nannte die Wahl des Künstlers für den Superbowl «absolut lächerlich», wie «ran.de» berichtet. Trump erklärte, er habe noch nie von Bad Bunny gehört.
Bad Bunny, mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio, ist der meistgestreamte Künstler auf Spotify weltweit. Sein sechstes Studioalbum «Debí Tirar Más Fotos» wurde bei den Grammy Awards 2026 als Album des Jahres ausgezeichnet.
Politische Kontroverse um spanischsprachigen Künstler
Die Kritik entzündet sich vor allem daran, dass der 31-Jährige hauptsächlich auf Spanisch singt. Auch seine öffentliche Haltung zu Immigrationspolitik und ICE-Razzien sorgt laut «ESPN» für Unmut bei konservativen Kommentatoren.
Die NFL knickte trotz des prominenten Gegenwinds nicht an der Entscheidung für den Superbowl ein, schreibt «ran.de». Diese Haltung unterscheidet sich deutlich von früheren Kontroversen um Colin Kaepernick während Trumps erster Amtszeit.
Die neue Strategie hat vor allem wirtschaftliche Gründe, wie «ESPN» erläutert. Die Liga will das Wachstum der internationalen und besonders der lateinamerikanischen Fanbasis sicherstellen und beschleunigen.
Strategische Entscheidung mit klarem Ziel
NFL-Commissioner Roger Goodell verteidigte die Wahl bei einer Pressekonferenz im Oktober 2025.

Er betonte, dass Bad Bunny einer der führenden und populärsten Entertainer weltweit sei, schreibt «NFL».
Marissa Solis, Senior Vice President der NFL für globales Marketing, identifizierte die lateinamerikanische Bevölkerung als kritische Wachstumsregion. Die Community umfasst über 70 Millionen Menschen allein in den USA, wie «ESPN» berichtet.
Berater spricht von kultureller Bedeutung
Entertainment-Stratege Javier Farfan, der die NFL bei der Halftime-Show von Shakira und Jennifer Lopez unterstützte, äusserte sich zur Entscheidung.
Die lateinamerikanische Community fühle sich durch Bad Bunny verstanden und repräsentiert, erklärte er gegenüber «ESPN».
Die Zusammenarbeit mit Jay-Zs Roc Nation seit 2019 ermöglicht der NFL, den kulturell bedeutendsten Künstler des Jahres zu buchen. Goodell vertraue dabei vollständig auf Jay-Zs Expertise und hinterfrage dessen Entscheidungen nicht.
Künstler verteidigt seine Teilnahme an Superbowl
Heimatschutzministerin Kristi Noem kündigte an, dass ICE-Agenten beim Superbowl präsent sein werden. Senator Tommy Tuberville bezeichnete die Veranstaltung als «Woke Bowl» und kündigte an, die Halftime-Show zu boykottieren.

Die konservative Organisation Turning Point USA plant eine alternative Halftime-Show per Livestream. Bad Bunny selbst reagierte auf die Kritik, die Show sei ein Sieg für alle Latinos in den USA.
Deren Beitrag könne niemand auslöschen oder wegnehmen, sagte der Künstler laut «ESPN». An seine Kritiker gerichtet fügte er hinzu, sie hätten vier Monate Zeit, Spanisch zu lernen.
















