Dubai zu gefährlich: Superreiche strömen jetzt nach Mallorca

    Belinda Schwenter
    Belinda Schwenter

    Spanien,

    Der Krieg im Nahen Osten sorgt für eine Reise-Wende bei den Reichen und Schönen. Statt Dubai und Abu Dhabi ist jetzt Mallorca angesagt.

    Mallorca
    Die Schönen und Reichen machen statt in Dubai lieber auf Mallorca Ferien. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen den Unruhen im Nahen Osten müsste viele Ferien in Dubai oder Abu Dhabi stornieren.
    • Die Reichen zieht es nun mehr auf die Balearen.
    • «Jetzt wollen alle wieder Malle!», bestätigt ein Luxusmakler.

    Durch die politischen Unruhen im Nahen Osten müssen viele Reisende ihre Ferienpläne ändern. Wer eine Reise nach Dubai oder Abu Dhabi gebucht hatte, muss umplanen. Doch wohin?

    Vor allem die Schönen und Reichen zieht es sonst in die Golfstaaten, wo sie Luxus pur geniessen. Statt in Dubai oder Abu Dhabi zu entspannen, geht es für viele nun ans Mittelmeer – genauer nach Mallorca.

    Wie die deutsche «Bild» berichtet, steigen auf der Baleareninsel die Buchungszahlen. Gleichzeitig sollen auch deutlich mehr Privatjets landen.

    «Jetzt wollen alle wieder Malle!»

    Marcel Remus (39), ein bekannter Luxusmakler auf Mallorca, bestätigt gegenüber der Zeitung den Trend.

    Zahlreiche Kunden hätten ursprünglich geplant, in Dubai in Penthäuser zu investieren oder dort ihre Osterferien zu verbringen. Doch diese Pläne seien nun geändert worden.

    «Keine 48 Stunden nach Ausbruch der Krise habe ich so unfassbar viele Anfragen von potenziellen Neukunden bekommen», sagt Remus. «Jetzt wollen alle wieder Malle!»

    Doch nicht nur Kaufimmobilien sind gefragt: Auch Luxusvillen zur Miete erleben einen Boom. Zeitweise seien Villen für bis zu 100'000 Franken pro Woche vermietet worden.

    Würdest du aktuell Ferien in Dubai machen?

    Auch Yacht-Charterer und Finca-Vermittler bestätigen gegenüber der Zeitung den Trend. Sie berichten von einer deutlichen Zunahme der Nachfrage im Luxussegment.

    Einheimische haben keine Lust mehr auf Touristen

    Ob die Einheimischen so viele zusätzliche Touristen begrüssen, ist jedoch fraglich. Schon jetzt sind Lebenshaltungskosten und Mieten für viele kaum noch bezahlbar.

    Immer wieder kommt es zu Protesten. «Tourists go home. You are not welcome», steht etwa auf Schildern.

    Sie sagen damit also: «Touristen, geht nach Hause. Ihr seid hier nicht willkommen.»

    Kommentare

    User #2056 (nicht angemeldet)

    Oh dann werden die Geissens auch nicht lange auf sich warten lassen.

    User #2569 (nicht angemeldet)

    Wenn die Reichen nach Malle kommen, wünscht man sich dort die normalen Touris zurück.

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