Franken

Hayek warnt vor dem starken Franken

Melsada Zec-Zejnic
Melsada Zec-Zejnic

Biel/Bienne,

Nick Hayek sieht den Schweizer Industriestandort wegen des extrem starken Frankens als bedroht an.

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Swatch-Chef Nick Hayek kritisiert die Stärke des Frankens: Ein so hohes Niveau mache die Produktion in der Schweiz zunehmend schwierig. - keystone

Swatch‑Chef Nick Hayek kritisiert in einem Interview mit «SRF» die aktuell übertriebene Stärke des Frankens. Er sagt, ein so starker Franken mache die Herstellung von Industrieprodukten in der Schweiz praktisch unmöglich.

Laut einem Beitrag von «ntv» warnt Hayek, dass die Schweiz wegen des starken Frankens zunehmend Industrieaufträge verlieren könnte. Er sagt, Unternehmen könnten ihre Produktion ins Ausland verlagern, wenn die Währung dauerhaft so stark bleibt.

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Der starke Franken belastet die Industrie: Unternehmen könnten laut Hayek gezwungen sein, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. - keystone

Für Swatch bedeutet der starke Franken, dass erhebliche Währungsverluste direkt auf den Gewinn durchschlagen. Laut einem Bericht der «Handelszeitung» musste der Konzern 2025 aufgrund von Währungseffekten 308 Millionen Franken an Gewinn einbüssen.

Hayek: Franken setzt Industrie unter Druck

Zu Jahresbeginn verlor Swatch laut Hayek in den ersten zwei Monaten über 120 Millionen Franken durch den starken Franken. Die Gruppe habe zwar Preise angepasst, könne aber die Währungsrisiken nicht vollständig absichern, wie die «Handelszeitung» berichtet.

Findest du, die Nationalbank sollte stärker eingreifen?

Ein Kommentar von «SwissVox» warnt vor den Folgen eines dauerhaft starken Frankens. Dort heisst es, eine laufende Aufwertung könne Produktionen ins Ausland verlagern und die Schweiz industriell schwächen.

Nach Angaben von «Handelszeitung» gingen im letzten Jahr knapp 7000 Industriejobs verloren. Nick Hayek sieht die Schweizerische Nationalbank in der Pflicht, die Folgen des starken Frankens stärker zu berücksichtigen.

Kommentare

User #2512 (nicht angemeldet)

Uhren sind leider zu Wegwerfartikeln geworden, z.B. Apple Watch, alle 1-2 Jahre was neues. Meine Omega ist schon über 25 Jahre alt und das heutige Equivalent kostet neu fast das Doppelte!

edelweisz

Seit dem 1.1.2024 sind Zölle für Industrie und Unternehmen komplett abgeschafft. Es gibt keine «150-CHF-Grenze» für Unternehmen. Sämtliche Rohstoffe und Produkte, die eine Firma benötigt, können zollfrei importiert werden, egal wie hoch der Warenwert ist. Und der starke Franken macht es auch für die Swatch-Group preiswert. Wenn allerdings der Materialwert nur gering, das Produkt-Image -wie bei Omega, Longines, Rado- und Verkaufspreise dagegen hoch sind, dann ist Hayek‘s Kritik am starken Franken nachzuvollziehen.

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