Donald Trump: Regierungsmitglieder fürchten um ihre Jobs

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg

USA,

Donald Trump sorgte zuletzt mit überraschenden Personalentscheidungen für Schlagzeilen. Mitglieder der Regierung fürchten sich deshalb wohl vor Entlassungen.

Donald Trump
Donald Trump entliess kürzlich zwei zentrale Figuren der US-Administration, weshalb sich Mitglieder der US-Regierung wohl um ihren Job fürchten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Letzte Woche entliess Donald Trump zwei zentrale Figuren der US-Administration.
  • Zum einen Justizministerin Pam Bondi, zum anderen Armeechef Randy George.
  • Gerüchte über weitere mögliche Entlassungen sind bereits im Umlauf.

Am Donnerstag verkündete US-Präsident Donald Trump die Entlassung von Justizministerin Pam Bondi und Armeechef Randy George. Die beiden Personalentscheidungen hatten dabei kaum Gemeinsamkeiten und verschiedene Hintergründe.

Trump kämpft aktuell mit mehreren Herausforderungen gleichzeitig. Der Konflikt mit dem Iran zeigt keine Fortschritte. Zudem sorgt die Affäre um die Epstein-Akten weiter für Ärger bei seinen Anhängern.

Mit den Personalwechseln versucht Trump offenbar einen Neuanfang, wie das «St. Galler Tagblatt» berichtet.

«Wir lieben Pam Bondi, jetzt wird sie aber einen dringend gebrauchten Job in der Privatwirtschaft annehmen», verkündigte Trump vergangenen Donnerstag. Was zunächst nach einer freiwilligen Entscheidung klingt, ist wohl alleine Donald Trumps Verdienst.

Bondi soll sich gegen ihre Entlassung gewehrt haben

Mehreren Medienberichten zufolge soll sich Bondi bis zum Schluss gegen ihre Entlassung gewehrt haben, schreibt die Zeitung.

Die langjährige Trump-Vertraute habe versucht, den Präsidenten noch umzustimmen. Ihre Bemühungen seien jedoch erfolglos geblieben.

Der Grund für die Unzufriedenheit des US-Präsidenten scheint in der Handhabung der Epstein-Unterlagen zu liegen. Im Wahlkampf hatte Donald Trump Transparenz versprochen. Auch Bondi kündigte neue Enthüllungen an.

Nicht gehaltenes Wahlversprechen wohl ausschlaggebend

Nach dem Wahlsieg änderte sich die Strategie, weshalb diese Wahlversprechen zunächst nicht gehalten wurden.

Die Veröffentlichung der Akten verzögerte sich erheblich und zentrale Teile der Akten blieben dennoch unter Verschluss.

Die Tatsache, dass Donald Trump selbst in den Epstein-Files erwähnt wird, brachte Pam Bondi wohl vor ein scheinbar unlösbares Dilemma: Einerseits sollte sie Trumps Anhänger mit neuen Akten zufriedenstellen. Andererseits musste sie Schaden von ihrem Chef abwenden.

Den Armeechef entlässt Donald Trump aus anderem Grund

Bei Armeechef Randy George spielen andere Faktoren eine Rolle. Der ranghöchste Offizier des amerikanischen Heeres wurde zusammen mit zwei weiteren Top-Generälen in den Ruhestand geschickt.

In Washington wird seine Entlassung mit seiner Nähe zu Armeestaatssekretär Dan Driscoll erklärt. Driscoll gilt als Rivale von Kriegsminister Pete Hegseth. Hegseth geht gezielt gegen Teile der Militärführung vor.

Weitere Entlassungsgerüchte kursieren

Nach den Entlassungen kursieren bereits neue Gerüchte. Laut «The Guardian» soll Trump über eine Ablösung von Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard sprechen. Sie zählt zu den kritischen Stimmen beim Iran-Konflikt.

«The Atlantic» berichtet über weitere mögliche Personalwechsel. Auch FBI-Direktor Kash Patel könnte vor dem Aus stehen. Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer soll ebenfalls gefährdet sein.

Wird es noch weitere Personalwechsel in der US-Regierung geben?

Es spricht derzeit wenig dafür, dass sich die Lage in Washington beruhigt und das Personalkarussell zum Stillstand kommt.

Kommentare

User #1498 (nicht angemeldet)

Wer sich auf den Pakt mit Mephistopheles einlässt, verliert seine Seele.

User #3798 (nicht angemeldet)

Ein Präsident der Tendenzen zu Schizophrenie offen legt wird mit seinen Handlungen geduldet?

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