Medien: Trump hat Justizministerin Bondi entlassen
Donald Trump hat laut Medienberichten seine Justizministerin Pam Bondi entlassen. Wegen Epstein stand sie in der Kritik.

Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump hat Pam Bondi als Justizministerin entlassen.
- Sie wird durch Todd Blanche ersetzt und soll einen neuen Posten erhalten.
- Zuvor stand sie unter anderem wegen des Umgangs mit den Epstein-Akten in der Kritik.
Wegen des Umgangs mit den Epstein-Akten steht US-Justizministerin Pam Bondi in der Kritik. Jetzt wurde sie von Donald Trump entlassen. Dies teilt der US-Präsident über sein Sprachrohr Truth Social mit. Zuvor berichteten bereits Fox News und CNN unter Berufung auf Quellen aus Regierungskreisen darüber.
Interimistisch übernimmt der stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche das Amt des Justizministeriums. Bondi soll einen anderen Posten erhalten. «Wir schätzen Pam sehr. Sie wird eine dringend benötigte und wichtige neue Position in der Privatwirtschaft übernehmen, die in Kürze bekanntgegeben wird», teilte Trump mit.

Gerüchte über eine Entlassung Bondis gab es bereits seit längerem. Die 60-Jährige ist bereits die zweite Ministerin, die binnen Wochen Trumps Kabinett verlassen muss. Zuvor musste schon Heimatschutzministerin Kristi Noem ihren Hut nehmen.
Die «New York Times» hatte unter Berufung auf vier Personen berichtet, dass Trump in den vergangenen Tagen darüber gesprochen haben soll, Bondi zu entlassen. Er soll zunehmend frustriert über ihre Führung im Ministerium und ihren Umgang mit den Epstein-Akten gewesen sein.
Der steinreiche Finanzier aus New York, Jeffrey Epstein, hatte vor Jahrzehnten einen Missbrauchsring betrieben, dem junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Epstein hatte beste Kontakte in die High Society der USA und vieler anderer Länder. Er starb 2019 in seiner Gefängniszelle, was Spekulationen weiter anheizte.
Trump: Bondi nutzte Amt nicht, um gegen politische Gegner vorzugehen
Der Skandal ist mit der Veröffentlichung der Ermittlungsakten in dem Fall wieder in die Schlagzeilen geraten. Die US-Regierung versucht, ihn möglichst weit von der Person Trump fernzuhalten.
Ein weiterer Vorwurf Trumps an seine Justizministerin soll laut «New York Times» gewesen sein, dass Bondi ihr Amt nicht entschlossen genug genutzt habe, um juristisch gegen Gegner Trumps vorzugehen.
Trump hatte nie einen Hehl aus seinen Erwartungen an das Justizministerium gemacht. Im September etwa hatte er Bondi über die sozialen Medien direkt dazu aufgefordert, gegen Personen vorzugehen, die er als Feinde begreift. US-Präsidenten vor Trump haben traditionell grossen Wert darauf gelegt, keinen Zweifel an der Unabhängigkeit der Justiz aufkommen zu lassen.
Bei ihrem Amtsantritt galt die ehemalige Generalstaatsanwältin des Bundesstaats Florida als treue Vertraute des Republikaners. Trump hatte bei ihrer Nominierung für den Posten auf ihre 20-jährige Erfahrung als Staatsanwältin verwiesen. Bondi hatte Trump bereits 2019 im ersten Amtsenthebungsverfahren unterstützt.










