Donald Trump hetzt mit irrem Vergleich gegen Migranten

Marie Augustin
Marie Augustin

USA,

US-Ex-Präsident Donald Trump äusserte sich in einem Interview im Zuge der Vorwahlen mit einem Hass-Vergleich zu Migranten.

migranten donald Trump
Donald Trump macht mit seinen neuen Aussagen gegenüber Migranten sprachlos. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump hetzte in einem Interview offenbar auf extreme Art gegen Migranten.
  • Ein Rechtsprofessor befürchtet, dass die verbale Gewalt in körperliche Gewalt umschlägt.

Es sind Worte, die mitunter sprachlos machen: Der Ex-Präsident und wiederholte Präsidentschaftsbewerber Donald Trump zog einen krassen Vergleich zwischen Migranten und einem fiktiven Serienmörder.

In einem Interview mit dem «Right Side Broadcasting Network» soll er zum Thema illegale Einwanderer geäussert haben: «Das sind üble Leute, oft kommen die direkt aus dem Knast oder aus psychiatrischen Einrichtungen, aus der Klapsmühle. Sie wissen schon, psychisch Gestörte, dieses ‹Schweigen der Lämmer›-Zeugs.»

Donald Trump vergleicht Migranten mit Hannibal Lecter

Wie «T-Online» berichtet, trieb er den Hassvergleich noch weiter. Unter Gelächter im Publikum soll er gefragt haben: «Hannibal Lecter, kennt hier jemand Hannibal Lecter?»

Bei Hannibal Lecter handelt es sich um den fiktiven Protagonisten aus «Das Schweigen der Lämmer». Die Figur beging als Psychopath zahlreiche Gräueltaten an seinen Opfern, die er schliesslich verspeiste.

Experte warnt: Verbale Gewalt kann in reeller Gewalt enden

Im dem in seiner Residenz in Palm Beach gehaltenen Interview soll Trump danach weiterhin geschlussfolgert haben: «Wir wollen diese Leute nicht unserem Land haben.»

Bei den Äusserungen im Interview handelt es sich nicht um den ersten Extremvergleich des Ex-Präsidenten. Experten wie der Rechtsprofessor Timothy J. Heaphy sind durch seine hetzende Wortwahl und die Hassreden alarmiert: Die zunehmende verbale Gewalt könne zu physischer Gewalt führen.

Menschen nehmen «Gerede für bare Münze»

Zur «New York Times» sagte Heaphy: «Rhetorik wie diese bleibt nicht ohne Konsequenzen.» Er sieht Parallelen zum Sturm aufs Kapitol am 06. Januar 2021, dem ebenfalls eine Rede Trumps vorausging.

«Menschen, die wir im Rahmen der Ermittlungen zum 6. Januar interviewt haben, sagten uns, dass sie zum Kapitol zogen, weil Politiker und der Präsident es ihnen befohlen hatten. Politiker denken, wenn sie bestimmte Dinge sagen, sei das nur Gerede. Aber die Leute nehmen das für bare Münze», so Heaphy.

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