Bildung: Tipps, um Job und Matura stressfrei zu kombinieren

    Redaktion
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    Bern,

    Job und Matura lassen sich gut verbinden, wenn das Pensum, die Lernzeiten und die Erholung gut geplant werden, ohne dass dabei immer Druck im Alltag entsteht.

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    Um im Job und Matura stressfrei zu überstehen - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein realistisches Arbeitspensum schützt Lernzeit, Schlaf und Prüfungsvorbereitung.
    • Feste Wochenblöcke ermöglichen eine bessere Planung von Job, Matura und Erholung.
    • Teilen Sie sich Pausen ein, um kein Burout zu bekommen.

    Eine Matura neben dem Job ist machbar, aber sie erfordert mehr als guten Willen. Die Herausforderung besteht nicht nur im Stoff, sondern auch in der Organisation des Alltags.

    Wer arbeitet, lernt und daneben noch ein Privatleben, eine Familie oder Pendelzeiten unterbringen muss, kann schnell an den Rand seiner Kräfte kommen.

    In der Schweiz betrifft das viele Menschen, die sich mit einer gymnasialen Matura, Berufsmatura oder einem Vorbereitungskurs neue Bildungswege eröffnen möchten.

    Eine berufsbegleitende Matura funktioniert selten stressfrei, wenn jede freie Stunde verplant wird. Besser ist ein Plan, der Arbeit, Unterricht, Lernen und Erholung zusammen denkt.

    Können Sie nebenbei stressfrei lernen?

    Bildung: Das Arbeitspensum prüfen

    Der erste Schritt ist nicht der Stundenplan der Schule, sondern der Arbeitsvertrag. Wer 100 Prozent arbeitet und zusätzlich mehrere Abende pro Woche Unterricht besucht, kommt schnell an seine Grenzen.

    Wie viele Stunden gehen für Arbeit, Weg, Unterricht, Hausaufgaben, Haushalt und Schlaf drauf? Erst nach einer Auflistung zeigt sich, wie viel Lernzeit wirklich übrig bleibt. Viele überschätzen diese Reserve.

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    Bildung: Wer seine Lernzeiten plant, kann den maximalen Erfolg erzielen. - Depositphotos

    Wie das Bundesamt für Statistik in der Erhebung 2024 zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Studierenden zeigt, waren 2024 rund 72 Prozent der Studierenden neben dem Studium erwerbstätig. Damit die Doppelbelastung klappen kann, ist also eine Planung unverzichtbar.

    Lernzeiten wie feste Termine behandeln

    Wer berufstätig ist, sollte Lernzeiten nicht nur «irgendwann am Abend» einplanen. Besser sind feste Blöcke, die wie Termine behandelt werden. Das kann am Dienstagabend, am Samstagmorgen oder während einer längeren Mittagspause sein.

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    Lernzeiten sind wichtig, um Ziele zu verfolgen. - Depositphotos

    Dabei helfen kleine, wiederkehrende Einheiten oft mehr als lange Lernstrecken. Nach einem Arbeitstag ist die Konzentration meistens begrenzt. Eine Stunde konzentriertes Lernen kann dann sinnvoller sein als drei müde Stunden mit halb geöffnetem Buch.

    Mit Arbeitgeber und Schule früh sprechen

    In der Schweiz lohnt es sich, früh mit dem Arbeitgeber zu sprechen. Manche Betriebe unterstützen Weiterbildungen mit flexiblen Arbeitszeiten, einzelnen freien Tagen oder finanziellen Beiträgen.

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    Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arbeitgeber, bevor Sie sich weiterbilden. - Depositphotos

    Wichtig ist, dass Sie sich selber die Pausen auch gönnen und den Arbeitgeber fragen. Zum Beispiel: «Ich brauche vor Prüfungen zwei freie Nachmittage» oder «Ich möchte an Kurstagen früher beginnen und früher gehen». Solche Lösungen sind für Arbeitgeber oft einfacher zu prüfen.

    Nicht jedes Fach gleich behandeln

    Stress entsteht häufig, wenn man alles gleichzeitig perfekt machen will. Das ist bei einer Matura neben dem Job kaum realistisch. Besser ist eine ehrliche Einteilung nach Risiko, Aufwand und Prüfungsnähe.

    Fächer mit grossen Lücken brauchen regelmässige Aufmerksamkeit. Starke Fächer dürfen dagegen phasenweise weniger Zeit erhalten. Das bedeutet nicht, sie zu vernachlässigen.

    Es heisst nur, die eigene Energie dort einzusetzen, wo sie am meisten bringt. Ein Wochenplan sollte deshalb nicht nur Fächer auflisten, sondern Prioritäten zeigen.

    Erholung nicht als Belohnung sehen

    Viele planen Erholung erst ein, wenn alles erledigt ist. Genau das funktioniert bei Job und Matura schlecht. Es ist fast immer etwas offen: eine Aufgabe, ein Kapitel, eine Präsentation oder eine Prüfung.

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    Versuchen Sie neben dem Lernen auch, sich zu erholen. - Depositphotos

    Erholung sollte deshalb Teil des Plans sein, nicht die Belohnung nach dem Plan. Schlaf, Bewegung, Pausen und soziale Kontakte halten die Belastung langfristig tragbar. Wer ständig kürzt, spart kurzfristig Zeit, verliert aber oft Konzentration.

    Digital lernen, aber nur mit Plan

    Digitale Hilfen können berufsbegleitend sehr nützlich sein. Karteikarten-Apps, Lernplattformen, Kalender und geteilte Dokumente sparen Wege und bündeln Material. Besonders praktisch sind kurze Lerneinheiten auf dem Handy, etwa im Zug oder während einer Pause.

    Trotzdem sollte das digitale Lernen nicht zur Ablenkung werden. Wer mit dem Smartphone lernt, landet schnell bei Nachrichten, sozialen Medien oder Mails. Und dann sind schnell ein bis zwei Stunden Zeit verloren.

    Prüfungsphasen früh entlasten

    Die stressigste Zeit beginnt oft nicht während der Prüfung, sondern zwei Wochen vorher. Dann treffen Arbeit, Wiederholung, Unsicherheit und Müdigkeit zusammen. Wer diese Phase früh entlastet, macht viel richtig.

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    Bei anstehenden Prüfungen sollten Sie sich auch Zeit für sich nehmen. - Depositphotos

    Hilfreich ist ein Prüfungsplan über mehrere Wochen. Darin stehen nicht nur Prüfungstermine, sondern auch Wiederholungsblöcke, freie Abende und mögliche Puffertage. Gerade Puffertage sind wichtig, weil im Alltag immer etwas dazwischenkommt.

    Vor grossen Prüfungen sollte das Arbeitspensum möglichst nicht steigen. Wer Ferien oder Überzeit einsetzen kann, sollte diese Tage gezielt planen. Ein einzelner freier Tag vor einer Prüfung bringt oft mehr als viele kurze Abende unter Druck.

    Stressfrei heisst nicht mühelos

    Job und Matura stressfrei zu kombinieren bedeutet nicht, dass alles leicht wird. Es bedeutet, die Belastung so zu steuern, dass sie tragbar bleibt. Dazu gehören ein realistisches Pensum, feste Lernzeiten, frühe Absprachen und echte Erholung.

    Wer den Alltag bewusst plant, gewinnt nicht nur Zeit, sondern auch Ruhe. Die Matura wird dadurch nicht automatisch einfach. Sie wird aber übersichtlicher, planbarer und deutlich weniger abhängig vom Last-Minute-Lernen.

    Kommentare

    User #1108 (nicht angemeldet)

    Ich habe Marxismus studiert leider hatte Marx recht

    User #4720 (nicht angemeldet)

    Der Artikel interessiert 95% der Leser nicht, denn die sind im AHV-Alter.

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