Donald Trump: Ex-Mitarbeiterinnen warnen vor Wiederwahl

Jasmin Diop
Jasmin Diop

USA,

Drei einstige hochrangige Mitarbeiterinnen von Ex-US-Präsident Donald Trump warnen eindringlich vor dessen Wiederwahl. Es drohe das «Ende der US-Demokratie».

Donald Trump Wahlkampfveranstaltung Wahlkampf
Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Dezember 2023. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ex-Präsident Donald Trump will 2024 um eine erneute Amtszeit im Weissen Haus kämpfen.
  • Drei einstige politische Weggefährtinnen warnen nun eindringlich vor dessen Wiederwahl.
  • Eine erneute Präsidentschaft könne «das Ende der amerikanischen Demokratie» bedeuten.

Im Jahr 2024 stehen in den USA Präsidentschaftswahlen an. Ex-Präsident Donald Trump (77) machte bereits nach seiner Wahlniederlage im Jahr 2020 klar, erneut ins Weisse Haus einziehen zu wollen. 2021 hatten Trump-Anhänger mit dem Sturm des Capitols einen Staatsstreich versucht, um ihr Idol wieder ins Amt zu hieven.

Bis heute vertritt Donald Trump die Haltung, Opfer eines Wahlbetrugs geworden zu sein und bestärkt seine Unterstützer in diesem Glauben. Nun meldeten sich drei einstige Mitarbeiterinnen des 77-Jährigen zu Wort. Wie unter anderem die «Frankfurter Rundschau» berichtet, zeigten sie sich hoch beunruhigt von der Vorstellung eines Wahlsiegs Trumps.

Eindringliche Warnungen vor Wiederwahl

In einem Interview des TV-Senders ABC warnten Sarah Matthews, Cassidy Hutchinson und Alyssa Farah Griffin vor ihrem einstigen Chef.

Griffin und Hutchinson hatten ihre Posten als Kommunikationsdirektorin und Beraterin des Weissen Hauses bereits 2020 aufgegeben. Matthews trat kurz nach dem Angriff auf das Kapitol als stellvertretende Pressesprecherin des Weissen Hauses zurück.

Im ABC-Interview appellierten die Expertinnen, sich nicht von Donald Trump täuschen zu lassen. Vielmehr gelte es, seine Taten, Worte und Ankündigungen ernst zu nehmen.

Donald Trump immer unberechenbarer

Laut Hutchinson sei es nicht nötig, Vermutungen über eine erneute Amtszeit anzustellen: «Wir brauchen nicht zu spekulieren, denn wir haben es bereits gesehen. Bis zum heutigen Tag behauptet er immer noch, dass er glaubt, die Wahl sei gestohlen und gefälscht worden.»

«Seine Rhetorik ist immer unberechenbarer geworden. Er hat buchstäblich dazu aufgerufen, Teile der Verfassung abzuschaffen und das Justizministerium als Waffe einzusetzen, um sich (...) zu rächen.»

Donald Trump vor Mikrofon
Donald Trump hatte jüngst angekündigt, seinen ersten Tag nach der Wiederwahl als «Diktator» verbringen zu wollen. (Archivbild) - keystone

Auch Alyssa Farah Griffin fand deutliche Worte für das, was den USA unter einem wiedergewählten Donald Trump blühe: «Im Grunde genommen könnte eine zweite Amtszeit Trumps das Ende der amerikanischen Demokratie, wie wir sie kennen, bedeuten. Und das sage ich nicht leichtfertig.»

Der Angesprochene wiederum liess nicht lange mit einer Reaktion auf sich warten. ABC zufolge habe er die Kritikerinnen als «undankbare Gaunerinnen» und «Judas» bezeichnet. Bereits zuvor hatte Donald Trump für den Fall eines Wahlsiegs Vergeltungsmassnahmen gegen diverse politische Gegner und das US-Justizsystem angekündigt.

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