Ueli Schmezer: «Ich nehme jeden Tag eine 1mg-Kapsel Lithium»
Eine genügende Lithium-Versorgung ist für die mentale Resilienz unabdingbar. Darum müsse Lithium als Nahrungsergänzungsmittel erlaubt werden, so Ueli Schmezer.
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Das Wichtigste in Kürze
- Ueli Schmezer ist Nau.ch-Kolumnist, sein Videoformat heisst «Auf den Punkt».
- Lithium ist ein wichtiges Spurenelement – aber nicht zugelassen als Nahrungsergänzungsmittel.
- Er sagt: «Niemand käme auf die Idee, lithiumhaltiges Mineralwasser nicht verbieten.»
«Das ist einfach nur absurd», sagt Ueli Schmezer. Wenn man Wadenkrämpfe habe, könne man sich in der Drogerie problemlos mit Magnesium eindecken. «Aber wenn ich mein Gehirn gesund halten und meine mentale Resilienz stärken will, suche ich in der Drogerie vergeblich nach Lithium-Kapseln.»
Lithium – ein Alkalimetall wie Zink und Magnesium – braucht der Körper, um gesund zu bleiben. Insbesondere sorgt Lithium dafür, dass sich im Hippocampus, einer wichtigen Region im Gehirn, laufend neue Nervenzellen bilden.
Lithium-Versorgung enorm wichtig
Der Hippocampus organisiert unser Gedächtnis, er ist zuständig für unsere Erinnerungsfähigkeit, er sorgt dafür, dass wir uns Dinge merken und lernen können. Er ist der Sitz des kritischen Denkens, der Neugier, der Kreativität und des Mitgefühls.
Deshalb sei eine ausreichende Versorgung dermassen wichtig: «Unsere Denkfähigkeit und letztlich unsere mentale Gesundheit hängen mit davon ab, dass wir mit ausreichend Lithium versorgt werden.»
Und das ist alles andere als wahrscheinlich in der Schweiz. Hierzulande enthalten die Böden eher wenig Lithium, daher ist auch der Lithiumgehalt des Trinkwassers und von Nahrungsmitteln bescheiden.
Klar ist, dass eine Unterversorgung mit Lithium dramatische Folgen haben kann.
Es ist belegt, dass Menschen in Gegenden, wo das Trinkwasser wenig Lithium enthält, mehr psychische Probleme haben, an Depressionen leiden und häufiger ein aggressives Verhalten an den Tag legen.
Hilft gegen Alzheimer
Umgekehrt belegen Untersuchungen, dass Menschen in Gegenden mit mehr Lithium im Trinkwasser länger leben und seltener an Alzheimer erkranken.
Ueli Schmezer: «Dass Lithium in der Schweiz nicht als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen ist, ist schlicht nicht nachvollziehbar.» Umso mehr, als verschiedene Mineralwasser einen bedeutenden Lithiumgehalt aufweisen.
Zum Beispiel das Zurzacher Mineralwasser, «das hoffentlich bald wieder erhältlich ist», ergänzt der Kolumnist.

Zur Person
Ueli Schmezer ist Journalist, Jurist und Schweizer Nationalrat. Er hat bis 2022 für SRF gearbeitet, zuletzt im «Kassensturz». Heute ist er selbstständiger Auftrittscoach, Medientrainer und SP-Mitglied. Seit über 20 Jahren steht Schmezer auch als Musiker auf der Bühne.








