Trump rechnet mit raschem Ende des Iran-Kriegs
Trump rechnet damit, dass der Krieg mit Iran «ziemlich bald» endet. Konkrete Daten nennt er nicht mehr – die Verhandlungen laufen weiter.

US-Präsident Donald Trump hat im Oval Office erklärt, er gehe davon aus, dass der Krieg «ziemlich bald» enden werde. «Ich denke nicht, dass sie noch lange durchhalten können», sagte er laut dem «Handelsblatt».
Auf die Frage, ob eine Einigung zur Hormus-Öffnung erreicht worden sei, antwortete Trump, er sei in Verhandlungen eingebunden. «Es könnte bald sein», liess er offen, wie der «Stern» berichtet.
Auffällig dabei: Anders als an den Vortagen nannte Trump keinen konkreten Wochentag mehr für ein mögliches Abkommen. Zuvor hatte er Hoffnungen geweckt, die Meerenge könnte bereits am Mittwoch oder Donnerstag geöffnet werden.
Strasse von Hormus im Zentrum der Verhandlungen
Über eine mögliche Übergangslösung für die Strasse von Hormus äusserte sich auch ein ranghoher US-Beamter. Laut dem «Handelsblatt» betonte er, alle temporären Routen würden ohne Hindernisse befahrbar sein – ohne Gebühren oder Genehmigungspflicht.
Iran und Oman verhandeln unterdessen direkt über eine Schifffahrtsroute durch die Meerenge, ohne Beteiligung der USA. Teheran brachte dabei einen Rundkurs ins Spiel: Schiffe könnten auf einer nördlichen Route in den Persischen Golf einfahren und auf einer südlichen Route wieder ausfahren.
Die Pläne für eine faktische Maut in der Strasse von Hormus stossen in der Schifffahrtsbranche allerdings auf erhebliche Bedenken. Wegen US-Sanktionen und restriktiver Versicherungsklauseln wäre eine solche Regelung für Reedereien kaum umsetzbar.
Wirtschaftliche Folgen spürbar
Der Iran-Krieg belastet das globale Wirtschaftswachstum erheblich, wie der «Tagesspiegel» unter Berufung auf den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) berichtet. Der BDI erwartet einen Rückgang des weltweiten Wachstums um knapp einen halben Prozentpunkt auf rund 3 Prozent.

Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus ist diese Woche weiter drastisch gesunken. Von Montag bis Donnerstag passierten nur 33 Schiffe die Meerenge, in der Vorwoche waren es im selben Zeitraum noch 50.
Vor Ausbruch des Krieges Ende Februar durchquerten täglich 130 bis 140 Schiffe die strategisch wichtige Wasserstrasse.












