Donald Trump bringt mit Iran-Krieg eigene Leute gegen sich
Mit Luftschlägen gegen den Iran geht US-Präsident Donald Trump ein enormes politisches Risiko ein. Im eigenen Lager wächst der Widerstand.

Das Wichtigste in Kürze
- USA und Israel griffen am 28. Februar Ziele im Iran an.
- Dabei wurde auch Irans religiöses Oberhaupt Ali Chamenei getötet.
- Kritiker warnen derweil vor einer Eskalation wie im Irak-Krieg 2003.
Donald Trump hatte versprochen, die USA nicht in neue Kriege zu verwickeln. Nun stehen amerikanische Streitkräfte gemeinsam mit Israel hinter einer gross angelegten Luftoffensive gegen den Iran.
Die Operation begann am 28. Februar mit massiven Luftschlägen auf militärische Einrichtungen in Teheran. Später wurde bekannt, dass auch Irans religiöses Oberhaupt Ali Chamenei bei einem Angriff getötet wurde.

Donald Trump räumte in einer Ansprache ein, dass amerikanische Soldaten ihr Leben verlieren könnten. Das ist für ihn ein ungewohnt offener Ton.
Donald Trump erntet Kritik aus dem eigenen Lager
Der frühere US-Militärgeheimdienstoffizier Michael Pregent bezeichnet den Schritt gegenüber der «Bild»-Zeitung als «grösstes politisches Risiko» in Trumps Laufbahn.
Gelinge es, das iranische Regime entscheidend zu schwächen, könne dies sein «grösster Moment» werden. Überlebe das Regime jedoch, drohe ein strategischer Fehlschlag.
Pregent betont, dass Luftschläge allein nicht ausreichten, um einen Machtwechsel herbeizuführen. Entscheidend seien psychologische Effekte. Dazu gehören Appelle an iranische Sicherheitskräfte, sich vom Regime abzuwenden.
Wie US-Medien berichten, sorgt der Angriff vor allem in Trumps eigener Anhängerschaft für Unruhe.
Führende Stimmen der MAGA-Bewegung werfen ihm vor, ein zentrales Wahlversprechen gebrochen zu haben.
Der frühere Fox-News-Moderator Tucker Carlson bezeichnet den Schlag als «absolut ekelhaft».
Die frühere Trump-Vertraute Marjorie Taylor Greene schreibt auf X: «Immer America Last. Aber es fühlt sich diesmal an wie der schlimmste Verrat, weil es von genau dem Mann in der Regierung kommt, von dem wir alle dachten, er sei anders.»
Beobachter erinnern an den Irak-Krieg
Auf Social Media warnen Unterstützer vor einem «Irak 2.0». Demokratische Abgeordnete kritisieren zudem, Trump habe ohne Zustimmung des Kongresses gehandelt und damit verfassungsrechtliche Grenzen überschritten.
Beobachter erinnern an den Irak-Krieg 2003, den Donald Trump selbst stets als Fehler bezeichnet hatte. Nun steht er vor der Aufgabe, eine mögliche Eskalation zu kontrollieren.
Ob die Operation das iranische Regime schwächt oder neue Instabilität auslöst, bleibt offen. Klar ist: Der Schlag gegen Teheran spaltet auch Trumps eigenes Lager.

















