Donald Trump

    Donald Trump: Ich wusste nichts von Melanias Epstein-Rede

    Aline Klötzli
    Aline Klötzli

    USA,

    Diese Ansprache sorgt für Wirbel: Melania Trump hat eine Pressekonferenz einberufen und sich zu Epstein geäussert. Gatte Donald hatte offenbar keine Ahnung.

    Melania Trump
    Melania Trump hat sich bei einer Pressekonferenz zu Epstein geäussert. Gatte Donald wurde vom Auftritt seiner Frau völlig überrascht. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Melania Trump hat in einer Medienkonferenz ihr Schweigen zu Epstein gebrochen.
    • Warum sich die First Lady ausgerechnet jetzt geäussert hat, war zunächst nicht bekannt.
    • Die Presseerklärung kam überraschend – auch Ehemann Donald wusste von nichts.

    «Ich war nie mit Epstein befreundet», sagte Melania Trump (55) gestern in einer eigens anberaumten Presseerklärung im Weissen Haus.

    Die aufsehenerregende Medienkonferenz der amerikanischen First Lady kam angeblich überraschend – sogar für ihn: Ehemann Donald Trump (79). Der US-Präsident sei im Vorfeld nicht über das Vorhaben seiner Gattin informiert worden, sagt Er.

    Er habe nichts von Melanias Auftritt und ihren Aussagen zu Epstein gewusst, beteuert er nun gegenüber «MS Now».

    Weiter äusserte sich Trump aber nicht dazu. Er betonte lediglich erneut, dass seine Frau Epstein nicht gekannt habe.

    Zeitpunkt der Konferenz wirft Fragen auf

    Die Presseerklärung von Melania sorgt für mächtig Aufsehen. Insbesondere der Zeitpunkt wirft Fragen auf.

    Es war zunächst unklar, warum die First Lady ausgerechnet jetzt damit an die Öffentlichkeit gegangen ist. Zumal es in letzter Zeit keine Enthüllungen oder Berichte gab, die sie mit Epstein in Verbindung brachten.

    Melania Trump
    Melania Trump bei ihrer Epstein-Rede im Weissen Haus. - keystone

    Melania betonte in ihrer Erklärung, dass sie nie auf der Privatinsel oder im Flugzeug des verurteilten Sexualstraftäters gewesen sei. Auch habe Epstein sie nicht mit Donald Trump bekanntgemacht.

    «Donald und ich wurden von Zeit zu Zeit zu denselben Partys wie Epstein eingeladen, da sich gesellschaftliche Kreise in New York City und Palm Beach häufig überschneiden», so Melania.

    «Ich bin kein Opfer von Epstein»

    Die First Lady forderte weiter, die falschen Behauptungen zu ihrer Person und einer Verbindung zu Epstein müssten sofort aufhören. Gemeinsam mit ihren Anwälten werde sie dagegen vorgehen.

    Melania betonte zudem, dass sie «in keiner Weise» in die Machenschaften des Pädo-Kriminellen involviert war. «Ich bin kein Opfer von Epstein. Ich hatte nie Kenntnis von Epsteins Missbrauch seiner Opfer», sagte sie.

    donald melania
    Von links: Donald und Melania Trump mit Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell. - Instagram

    Abschliessend forderte sie den Kongress auf, die Opfer des Sexualstraftäters unter Eid aussagen zu lassen. «Jede einzelne Frau sollte auf Wunsch die Gelegenheit bekommen, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen.»

    Was hältst du von Melanias Epstein-Konferenz?

    Marc Beckman, der Berater der First Lady, erklärt gegenüber der «Daily Mail», warum Melania ihr Schweigen gebrochen hat.

    «First Lady Melania Trump hat sich jetzt geäussert, weil es genug ist. Die Lügen müssen aufhören», so Beckman.

    Es sei an der Zeit, dass sich die Öffentlichkeit und die Medien auf ihre unglaublichen Leistungen als First Lady konzentrieren.

    Melania Trump beteuert Unschuld

    Die 55-Jährige selbst sagte, sie sehe seit Jahren «gefälschte Bilder und Aussagen» auf Social Media, die sie mit Epstein in Verbindung bringen.

    Diese Bilder und Geschichten seien jedoch völlig falsch. Sie sei keine Zeugin im Zusammenhang mit den Verbrechen des Sexualstraftäters.

    donald trump
    Von links: Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell, Donald Trump und seine Gattin Melania Trump bei einer Party im Jahr 2000. - Dukas

    Melania kam in ihrer Pressekonferenz auch auf eine E-Mail aus den Epstein-Akten zu sprechen. Die Nachricht aus dem Jahr 2002 richtete sich an Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell und wurde mit «Melania» unterzeichnet.

    Sie wird als Beweis für einen Austausch zwischen Maxwell und Trump gewertet. Doch die Trump-Gattin sagte dazu nun: «Meine E-Mail-Antwort an Maxwell kann nicht als mehr als eine lockere Korrespondenz eingestuft werden.» Weitere Details nannte sie nicht.

    Kommentare

    User #2743 (nicht angemeldet)

    Hätte sie sich interessiert für diese Geschichte auch ein Interesse gezeigt was mit den Jugendlichen da passiert ist ,wäre es wirklich fragwürdig ,aber es geht da nur um sie ...

    User #3998 (nicht angemeldet)

    Genug ist Genug -- diese Aussage können Unschuldig leitende auch längst sagen, schon allein diese Aussage ist nicht am Platz, der Gerechtigkeit den Jugendlichen gegenüber , einfach eine Geschichte streichen, so ist die Glaubwürdigkeit erst recht nicht vom Tisch-- Nein das alles sollte sie Interessieren ,das alles Aufgetischt wird .aber ein Bumerang kommt meistens heftig zurück ...das ist die Gerechtigkeit...wer lügt hat mit ihrer Aussage meist kurze Beine..

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