Auch Swiss-Crew in Dubai gestrandet
Nach iranischen Vergeltungsangriffen wurden in Dubai der Flughafen und das Hotel Burj Al Arab beschädigt. Passagiere und eine Swiss-Crew sind gestrandet.
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Das Wichtigste in Kürze
- Iranische Vergeltungsangriffe beschädigen den Dubai-Flughafen und das Burj Al Arab.
- Vier Mitarbeiter am Flughafen wurden verletzt, der Betrieb wurde vorübergehend ausgesetzt.
- Auch eine Swiss-Crew ist in Dubai gestrandet.
- Teheran reagiert auf US-Luftschläge mit Raketen- und Drohnenangriffen in Golfstaaten.
Die arabische Tourismusmetropole Dubai ist von den iranischen Vergeltungsangriffen in der Golfregion mitbetroffen.
Auf Videos sind Explosionen und dichte Rauchwolken nach Einschlägen von Trümmerteilen von Raketen und Drohnen zu sehen.
Bei iranischen Vergeltungsangriffen wurden in Dubai der internationale Flughafen und das Luxushotel Burj Al Arab beschädigt.
Trümmerteiler fielen auch in die Höfe von zwei Wohnhäusern. Laut dem Medienbüro von Dubai sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen mindestens zwei Menschen verletzt worden.
Flughafen Dubai getroffen
Nach Angaben des Dubai Media Office wurden am Flughafen Dubai International vier Mitarbeiter verletzt.
Eine Wartehalle wurde leicht beschädigt, der Flugbetrieb vorübergehend ausgesetzt und der Luftraum teilweise geschlossen.

Der Flugraum wurde gesperrt. Die Swiss fliegt wegen der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vorerst bis am 7. März nicht mehr nach Israel und nach Dubai.
Swiss-Crew in Dubai gestrandet
Auf Anfrage bestätigt die Swiss, dass derzeit eine Besatzung in Dubai gestrandet ist. «Wir sind dankbar, dass alle Crew-Mitglieder wohlauf sind», sagt Sprecherin Meike Fuhlrott zu Nau.ch.
«Noch immer sind Lufträume gesperrt und die Situation am Boden ist teilweise unübersichtlich», sagt sie. «Unsere Krisenorganisation arbeitet jedoch mit Hochdruck daran, Lösungen zu finden, um sie alle sicher und schnell in die Schweiz zurückzubringen.»
Wie viele Schweizer Passagiere an den Flughäfen in Nahost gestrandet sind, kann die Swiss nicht sagen. Bei der Buchung würden nämlich nicht sämtliche Staatsbürgerschaften und Reisegründe erfasst. Es sei zudem nicht vorgesehen, dass Passagiere der Swiss ihren jeweiligen Aufenthaltsort mitteilten.
Swiss übernimmt Kosten über Hotel, Verpflegung und Taxi
Fuhlrott sagt: «Uns ist leider bewusst, dass diese Flugstreichungen für die betroffenen Passagiere Aufwand und Belastung bedeuten, dies bedauern wir sehr. Wir setzen alles daran, dass wir auch in solchen Situationen für unsere Passagiere da sind und mit ihnen alternative Lösungen finden.»
Die Swiss versucht, die Passagiere auf die «bestmöglichen alternativen Verbindungen» umzubuchen. Dies werde wegen der Sperrung des Luftraumes allerdings erschwert.
«Alternativ bieten wir betroffenen Passagieren entweder eine kostenlose Umbuchung auf einen späteren Reisetermin oder die Erstattung des Ticketpreises an», sagt sie.
«Wie üblich übernehmen wir für unsere Passagiere zudem die Kosten für notwendige Hotelübernachtungen, Verpflegung, Taxifahren und allfällige weitere Betreuungsleistungen.»
Am bekannten Hotel Burj Al Arab verursachten Trümmer einer abgefangenen Drohne einen kleinen Brand an der Aussenfassade.
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Der Brand wurde nach Behördenangaben rasch gelöscht, Verletzte gab es dort keine.
Iran attackiert Verbündete der USA
Die iranischen Angriffe stehen im Zusammenhang mit massiven US-israelischen Luftschlägen gegen Ziele im Iran.
Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Stützpunkte und Einrichtungen in den Golfstaaten.
Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten als Verbündete der USA.
Auch Katar und Bahrain melden Angriffe. Der Luftraum im Nahen Osten ist weitgehend gesperrt.
Hochgerechnet fast 1000 Schweizer Reisende weltweit sitzen am Samstag. Das schätzt der TCS. Dem EDA sind bislang keine Berichte über verletzte Schweizerinnen und Schweizer bekannt.











