Donald Trump attackiert Papst Leo: «Schrecklich»

Keystone-SDA
Keystone-SDA, Simon Binz

USA,

Donald Trump hat Papst Leo XIV. auf Truth Social als «schrecklich» bezeichnet – und behauptet, der Pontifex wäre ohne ihn gar nicht Papst geworden.

ARCHIV - Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz im Vatikan. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa/Archivbild
ARCHIV - Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz im Vatikan. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Gregorio Borgia

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump bezeichnete Papst Leo XIV. als «schrecklich» in Bezug auf Aussenpolitik.
  • Auslöser war eine Predigt des Papstes am Samstag, in der er ein Ende aller Kriege fordert.
  • Leo hatte zuvor Trumps Drohungen gegen den Iran als «wirklich inakzeptabel» bezeichnet.

US-Präsident Donald Trump hat das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Leo XIV., in einem aussergewöhnlichen Akt attackiert. Der Papst sei «schrecklich» in Bezug auf Aussenpolitik, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Der Papst ist ebenfalls US-Amerikaner.

Trump schrieb, der Papst sollte «dankbar» sein, da er nur Papst geworden sei, weil er US-Amerikaner sei – damit man besser mit Trump umgehen könne. «Wenn ich nicht im Weissen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan», behauptete Trump, der sich häufig bei seiner Politik auf den christlichen Glauben bezieht.

Was hältst du von Trumps Angriff auf Papst Leo XIV.?

Der US-Präsident schrieb weiter, er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. Er wolle keinen Papst, der denke, dass es schrecklich sei, dass die USA Venezuela angegriffen hätten.

Im Zusammenhang mit der Kritik am Papst steht wohl auch ein Post auf «Truth Social», dass den US-Präsidenten als Jesus-gleichen Erlöser zeigt. Das mithilfe von KI fabrizierte Bild, postete Trump in der Nacht auf Montag.

Donald Trump Truth Social
Auf seiner Plattform «Truth Social» postete US-Präsident Donald Trump Sonntagnacht ein mithilfe von KI fabriziertes Bild von sich als Jesus-gleichem Erlöser. - Screenshot

Papst reagiert

Papst Leo XIV. wies die Kritik zurück. «Was ich sage, ist keineswegs als Angriff auf irgendjemanden gemeint», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Flug nach Algerien, der ersten Station einer Afrika-Reise.

«Ich bin kein Politiker. Ich lade alle Menschen dazu ein, Brücken für Frieden und Versöhnung zu bauen und nach Wegen zu suchen, um Krieg zu vermeiden.» Zugleich betonte Leo: «Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung.»

Papst-Predigt: «Schluss mit dem Krieg!»

Trumps heftige Kritik folgte auf eine Predigt des Papstes am Samstag, in der dieser ein Ende von Kriegen gefordert hatte. «Schluss mit dem Krieg!», hatte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken bei einem grossen Friedensgebet im Petersdom in Rom gesagt.

An die Regierenden richtete der Papst in seiner Predigt einen direkten Appell: «Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!» Der Pontifex sprach von «Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden».

Donald Trump Papst Leo
Donald Trump schiesst ungewöhnlich scharf gegen den Papst. - Screenshot

Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen von Trump gegen den Iran verurteilte Leo – der erste Papst aus den USA – ungewöhnlich scharf und nannte sie «wirklich inakzeptabel».

Kommentare

User #3892 (nicht angemeldet)

Die heisse Luft der EUropäer. Hahaha

User #6472 (nicht angemeldet)

Ich liebe Trump wie er das altgediente Ethablishment auseinander nimmt 🤣

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