Donald Trump äussert sich zu Demo in Bern – und lobt sie

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Bern,

US-Präsident Donald Trump widmet einer Kundgebung in Bern einen eigenen Beitrag. Seine Darstellung als «Pro-Trump-Demonstration» greift jedoch zu kurz.

Donald Trump
US-Präsident Donald Trump hat offenbar Kenntnis von der Kundgebung vor der US-Botschaft in Bern. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Samstag fand vor der US-Botschaft in Bern eine bewilligte Kundgebung statt.
  • Die Teilnehmenden bezeichnen sich als Monarchisten und Unterstützer von Reza Pahlavi.
  • US-Präsident Trump hob in seinem Post vor allem zahlreiche «Pro-Trump-Plakate» hervor.

Die bewilligte Kundgebung vor der US-Botschaft in Bern am Samstag hat offenbar auch die Aufmerksamkeit von US-Präsident Donald Trump erregt.

Der US-Präsident widmete der Demonstration einen Beitrag auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social.

Donald Trump bezog sich dabei auf einen Instagram-Beitrag von Callista Gingrich, die US-Botschafterin in der Bundeshauptstadt.

Donald Trump lobt: «Pro-Trump- und Pro-USA-Kundgebung»

«Befürworter der US-Massnahmen im Iran, darunter viele Iraner, versammelten sich heute in Bern zu einer friedlichen Demonstration», schrieb die 60-Jährige.

US-Präsident Trump ging in seiner Darstellung noch einen Schritt weiter. Er sprach von einer «Pro-Trump- und Pro-USA-Kundgebung» und hob zahlreiche «Pro-Trump-Plakate» hervor.

Trump Truth Social
US-Präsident Donald Trump widmete der Kundgebung einen Beitrag auf Truth Social. - Truth Social / @realDonaldTrump

Tatsächlich waren auf einzelnen Transparenten Botschaften wie «Thank you, President Trump» zu lesen.

Die Teilnehmenden der Kundgebung bezeichnen sich online als Monarchisten und Unterstützer von Reza Pahlavi.

War die US-Botschaft an der Organisation der Kundgebung beteiligt?

Der 65-Jährige ist der Sohn des ehemaligen Schahs von Persien. Dass Pahlavi auf den Bannern als «Architekt des Friedens» bezeichnet wird, ist in diesem Umfeld nicht ungewöhnlich.

Was hinter der Bewegung steckt

Reza Pahlavi lebt im Exil und tritt seit Jahren als prominenter Gegner der heutigen iranischen Führung auf.

Während des andauernden Krieges stieg er zum bekanntesten Anführer der Opposition auf und forderte einen politischen Systemwechsel.

Soll Reza Pahlavi im Iran an die Macht kommen?

Seine Anhängerschaft besteht vor allem aus Teilen der iranischen Diaspora. Die Gruppierung sieht in den USA einen wichtigen Verbündeten im Kampf gegen das Regime in Teheran.

Dass Trump die Demonstration als «Pro-Trump-Kundgebung» darstellt, greift aber nur einen Teil der Realität auf. Zwar gibt es unter den Teilnehmenden durchaus Sympathien für die USA und deren Iran-Politik.

Reza Palavi
Reza Pahlavi ist der älteste Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Er befürwortet die Angriffe Trumps auf den Iran. - keystone

Die zentrale Rolle spielt jedoch die Unterstützung für Pahlavi und die Opposition gegen das iranische Regime. Pahlavi selbst befürwortet die israelisch-US-amerikanische Angriffe auf den Iran.

Kommentare

User #6632 (nicht angemeldet)

Trump versucht immer alles so zu verdrehen, damit es zu seinen Gunsten dasteht. Er würde wahrscheinlich auch eine Verurteilung beim IStGH, als Gewinn des Friedensnobelpreis darstellen. Und wird sicherlich einige geben, die ihm das sogar glauben werden

User #3505 (nicht angemeldet)

US-Präsident Donald Trump erregt?

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