Der spanische Tennisstar Rafael Nadal hat sich nach der vorläufigen Aufhebung des Einreiseverbots für Novak Djokovic nach Australien zurückhaltend geäussert.
Gewann bislang zwanzig Grand-Slam-Titel: Rafael Nadal. Foto: Hamish Blair/AP/dpa
Gewann bislang zwanzig Grand-Slam-Titel: Rafael Nadal. Foto: Hamish Blair/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In einer Woche starten in Melbourne die Australian Open.
  • Weiterhin ist unklar, ob Titelverteidiger Djokovic antreten kann.
  • Für Rafael Nadal ist «ein riesengrosser Zirkus entstanden».

«Es ist ein riesengrosser Zirkus um die Sache entstanden. Aber unabhängig davon, ob ich mit seiner Geschichte einverstanden bin oder nicht, hat ein Gericht gesprochen. Und darauf kommt es an», sagte Rafael Nadal in einem Telefoninterview des spanischen TV-Senders Onda Cero.

«Die Justiz muss in diesem Fall entscheiden, und ich bin immer ein Verfechter der Gerechtigkeit», sagte der 35-jährige Mallorquiner.

Djokovic
Serbische Fans protestieren gegen die Behandlung von Novak Djokovic in Melbourne. - Keystone

Ob der ungeimpfte Djokovic tatsächlich an den Australian Open teilnehmen darf, steht trotz des Gerichtsurteils vom Montag noch nicht fest. Der australische Einwanderungsminister kann noch von seinem persönlichen Recht Gebrauch machen und dem Serben das Visum erneut entziehen.

Rafael Nadal versteht Unmut der Australier

Nadal hatte Djokovic zuletzt dafür kritisiert, nicht geimpft zu sein. «Ich hatte Covid, ich bin zwei Mal geimpft. Wenn du das machst, hast du kein Problem, hier und überall auf der Welt zu spielen. Das ist das Einzige, was klar ist», hatte der Spanier gesagt.

Die Menschen in Australien seien wegen der Pandemie durch schwere Zeiten gegangen. Von daher könne er den Unmut der Australier über die medizinische Ausnahmegenehmigung für Djokovic verstehen.

Soll Djokovic an den Australian Open spielen dürfen?

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