Mikaela Shiffrin

Unfaires Spiel? Mikaela Shiffrin wehrt sich: «Ging nicht darum...»

Andrea Schüpbach
Andrea Schüpbach

Österreich,

Nach dem Semmering-Slalom werden Vorwürfe laut, dass sich Mikaela Shiffrin durch mehr Besichtigungs-Zeit einen Vorteil verschaffte. Nun kontert der US-Skistar.

Mikaela shiffrin
Mikaela Shiffrin wehrt sich gegen die Unfair-Vorwürfe nach dem Slalom von Semmering. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mikaela nimmt zu ihrer längeren Besichtigungs-Zeit beim Semmering-Slalom Stellung.
  • Die US-Amerikanerin stellt klar: «Es ging nie darum, einen Vorteil zu erlangen.»
  • Die 30-Jährige erhebt Sicherheits-Vorwürfe gegen die FIS.

Mikaela Shiffrin schnappt Camille Rast den Sieg beim Semmering-Slalom um neun Hundertstel weg. Der Triumph der US-Amerikanerin gibt aber nicht nur wegen des Zeit-Krimis zu reden.

Die 30-Jährige besichtigte den zweiten Lauf deutlich länger als andere Athletinnen. Ein Regelverstoss, der auch zu einer Disqualifikation führen könnte.

Nicht in Semmering: FIS-Renndirektor Markus Mayr bewilligte der Saison-Dominatorin, zusammen mit der Lettin Dzenifera Germane, zusätzliche 15 Minuten.

Mikaela Shiffrin beschwerte sich über gefährliche Piste

Der Grund dafür war offenbar, dass sich Shiffrin beschwerte, ein Strecken-Teil sei zu gefährlich. Die Passage wurde geändert, die Athletinnen, die noch auf der Besichtigung waren, durften die Änderung anschauen. Den anderen Athletinnen fehlte dafür die Zeit.

Was glaubst du: Hat Shiffrin in Semmering einen Star-Bonus erhalten?

Für den Schweizer Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor ist klar: «Die längere Besichtigungszeit hat den beiden Athletinnen einen Vorteil verschafft», sagt er zu «SRF».

Nun meldet sich Mikaela Shiffrin auf Instagram zu Wort. Unfaires Spiel? Davon will die Slalom-Dominatorin überhaupt nichts wissen. Vielmehr wirft sie der FIS vor, man hätte von sich aus anders handeln müssen.

mikaela shiffrin
Mikaela Shiffrin äussert sich zu den Unfair-Vorwürfen und zum Semmering-Slalom. - Instagram

«Es ging nicht darum, sich einen Vorteil zu verschaffen»

«Die zweite Kursanpassung war ein weiteres Beispiel für eine Situation, die eher reaktiv als proaktiv gemacht. Die Änderung, die von FIS vorgenommen wurde, war für die Sicherheit notwendig. Aber dies hätte vor der Eröffnung der Inspektion behandelt werden sollen, nicht während die Sportler bereits inspizierten.»

Mikaela shiffrin
So knapp wie beim Slalom in Semmering wurde es diese Saison für Mikaela Shiffrin noch nie. - keystone

Auch ihr sei bewusst, dass dies zu «Verwirrung, Inspektionsverzögerungen und Fragen nach Fairness» geführt habe.

Aber: «Es ging nicht darum, sich einen Vorteil zu verschaffen. Es hätte einfach früher reagiert werden sollen, damit jeder den gleichen, korrekten Kurs inspizieren könnte.»

«Athletinnen hatten Angst, im Starttor zu stehen»

Wenn sie das Gefühl habe, ein Rennen sei nicht sicher, dann werde sie sich auch künftig immer zu Wort melden. Sie hoffe, dass dies zu Verbesserungen führe.

Denn: «Das gestrige Rennen war leider keine gute Darstellung unseres Sports. Ich habe im Ziel mit mehreren Athleten gesprochen. Sie waren frustriert, erschüttert und hatten sogar Angst, im Starttor zu stehen.»

Wenn im ersten Lauf die Hälfte der Athletinnen ausscheiden, dann sei das kein gutes Zeichen.

Kommentare

User #8170 (nicht angemeldet)

Mikaela Shiffrin ist und bleibt die Beste! Nur weil der Schweizer Trainer im ersten Lauf einen den Verhältnissen nicht angepassten Lauf gesetzt hat und Shiffrin das falsche Brillenglas aufgesetzt hatte, hatte sie so viel Rückstand. Im zweiten Lauf hat sie ihre Klasse wieder aufblitzen lassen. Klar machte Camille einen kleinen Fehler, Shiffrin sogar zwei und trotzdem hat sie Rast über 6 Zehntel abgenommen. Einfach fair bleiben und respektieren, dass Mikaela die Beste ist und sich sicher keine Vorteile beschaffen wollte. Das hat sie nicht nötig!! Sie ist eine sehr sympathische und tolle Sportlerin, die sich auch sehr viel Zeit für die Fans nimmt. Sie wird noch viel gewinnen! Und wenn sie ihr Tempogefühl nach dem schweren Unfall noch verbessert, wird sie auch im Riesen wieder ganz vorne mitmischen. Freut euch über die Podestplätze von Camille, so viele Podestplätze der Schweizerinnen wird es dieses Jahr nicht geben.

User #5283 (nicht angemeldet)

Ich glaube nicht dass Shiffrin das nötig hat,sie ist eine super Atletin und gibt alles für ihren Sport.

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