Scuderia Ferrari wirft Teamchef Mattia Binotto raus

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Italien,

    Umbruch bei Ferrari: Teamchef Mattia Binotto muss nach dem verpassten Weltmeistertitel in der Formel 1 seinen Hut nehmen. Die Nachfolge ist noch nicht geklärt.

    Mattia Binotto Ferrari
    Mattia Binotto, Teamchef von Ferrari, beim Belgien-GP der Formel 1. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ferrari trennt sich nach vier Jahren von Teamchef Mattia Binotto.
    • Der Italiener habe seinen Rücktritt per Jahresende eingereicht, so das Team.
    • Unklar ist noch, wer die Nachfolge antritt.

    Die Spekulationen haben ein Ende gefunden: Ferrari trennt sich mit Ende Dezember von Teamchef Mattia Binotto. Das teilte der italienische Traditionsrennstall am Dienstagmorgen in einer kurzen Aussendung offiziell mit.

    Ist die Trennung von Teamchef Mattia Binotto der richtige Schritt für Ferrari?

    Demnach habe Binotto seinen Rücktritt eingereicht. Der Italiener wird die Scuderia nach vier Jahren als Teamchef verlassen. 2019 hatte Binotto das Amt von Maurizio Arrivabene übernommen und das Team zurück zu Rennsiegen geführt.

    «Ich denke, es ist richtig, diesen Schritt zu diesem Zeitpunkt zu tun. So schwer mir diese Entscheidung auch gefallen ist», erklärte Binotto. Die Suche nach einem neuen Teamchef läuft längst, im neuen Jahr soll er bekannt gegeben werden.

    Ferrari Binotto Formel 1
    Mattia Binotto, Teamchef von Ferrari, beim US-Grand-Prix der Formel 1. - keystone

    Binotto stiess schon 1995 zur Scuderia und diente Michael Schumacher in dessen Ferrari-Ära als Motoreningenieur. Später stieg der Schweizer zum Technikdirektor auf, ehe er Anfang 2019 nach einem Machtkampf Maurizio Arrivabene als Teamchef ablöste.

    Wer folgt bei Ferrari auf Binotto?

    Als Kandidat war der bisherige Sauber-Teamchef Frederic Vasseur gehandelt worden. Italienische Medien hatten ihn zuletzt aber als Aussenseiter bezeichnet. Dafür war über ein Comeback von Ross Brawn spekuliert worden.

    Ross Brawn Ferrari
    Ross Brawn hat Gerüchten über eine Rückkehr zu Ferrari eine Absage erteilt. - dpa

    Der Brite bekräftigte aber erst am Montag seinen definitiven Ruhestand. Brawn war mit Saisonende als Formel-1-Sportchef zurückgetreten. Er wolle sich den Sport in Zukunft als Fan von seinem Sofa aus ansehen, so der einstige Schumacher-Renningenieur.

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