Max Verstappen schimpft: Neue F1-Autos «wie Formel E auf Steroiden»
Der vierfache Formel-1-Weltmeister Max Verstappen fällt ein vernichtendes Urteil über die neue Auto-Generation. Denkt der Holländer an einen frühen Rücktritt?

Das Wichtigste in Kürze
- Ex-Weltmeister Max Verstappen ist kein Fan der neuen Formel-1-Auto-Generation.
- Der Holländer schiesst beim ersten Test in Bahrain scharf gegen das Reglement.
- Es mache keinen Spass, die Autos zu fahren, so der vierfache Weltmeister.
Max Verstappen zeigt sich nach ersten Tests mit dem neuen Formel-1-Auto von Red Bull in Bahrain enttäuscht. Der Weltmeister übte scharfe Kritik an den neuen Fahrzeugen der kommenden Saison.
«Um ehrlich zu sein, macht es nicht viel Spass, sie zu fahren», sagte Verstappen nach den Testfahrten. Das Fahren fühle sich «eher wie Formel E auf Steroiden an», so der Niederländer. Der Red-Bull-Pilot bemängelt vor allem das komplizierte Energiemanagement der neuen Autos. «Es ist nicht wirklich Formel 1», schimpft er.

Der vierfache Weltmeister kritisiert das ständige Management verschiedener Systeme während der Fahrt. «Als reiner Fahrer fahre ich gerne mit Vollgas, und im Moment kann man so nicht fahren», betonte er.
«Im Moment kann man nicht Vollgas fahren»
Jede Aktion des Fahrers habe enormen Einfluss auf den Energieverbrauch. Bremsen, Schalten oder die Fahrweise beeinflussen die Leistung auf den Geraden massiv. Zudem sei der Grip mit den neuen Reifen und der Fahrzeugkonfiguration deutlich geringer als früher. Dies bedeute einen «grossen Rückschritt», so Verstappen.

Max Verstappen macht die Regelsetzung für die Probleme verantwortlich. «Ich habe die Vorschriften nicht geschrieben», verteidigte er seine Kritik. Wären keine politischen Aspekte in die Regelentwicklung eingeflossen, hätte das Auto wohl anders ausgesehen, so der Holländer.
Denkt Max Verstappen an einen Rücktritt?
«Ein siegreiches Auto ist für mich nicht wichtig. Es muss auch Spass machen, es zu fahren», betont Verstappen. Der 27-Jährige deutet an, dass er auch andere Motorsportserien in Betracht zieht. «In dieser Phase meiner Karriere erkunde ich auch andere Dinge ausserhalb der Formel 1», sagte er.

Die neuen Regeln gelten voraussichtlich mindestens bis 2030. Verstappen zeigt sich resigniert: «Ich weiss, dass wir noch eine ganze Weile mit diesem Reglement leben müssen.»
















