Alpine steigt nach der Saison 2026 aus der Langstrecken-WM aus
Alpine stellt sein Hypercar-Projekt in der WEC nach gerade einmal drei Saisons ein. Auch das Dakar-Projekt wird eingestampft. Einem grossen Werk droht das Aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Der französische Hersteller Alpine zieht sich aus der Langstrecken-WM zurück.
- Das Hypercar-Projekt wird nach nur drei Saisons eingestampft.
- Auch die anderen Motorsport-Engagements sind von den Kürzungen betroffen.
Die französische Marke Alpine beendet ihr Engagement in der Hypercar-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Das Unternehmen zieht sich nach der Saison 2026 zurück, wie es am Donnerstag offiziell bekannt gab.
Alpine startete 2021 in die neue Hypercar-Kategorie, Der aktuelle A424 ist seit 2024 im Einsatz. Der Erfolg blieb jedoch aus: In fünf Jahren – 2023 setzte man aus – gelangen nur drei Rennsiege.
Renault streicht Motorsport-Programme
Die Muttergesellschaft Renault kämpft mit finanziellen Problemen. Alpine sollte 2026 erstmals Gewinne schreiben. Stattdessen stellt Renault nun verschiedene Motorsport-Projekte ein.

In der Formel 1 produziert Alpine keine eigenen Motoren mehr. Ab dieser Saison bezieht das Team Antriebe von Mercedes. Auch andere Motorsport-Abteilungen sind betroffen: Dacia zieht sich als amtierender Dakar-Sieger am Saisonende ebenfalls aus der Rally-Raid-WM zurück.
Geschäftsführer erklärt schwierige Entscheidung
«Wir mussten schwierige Entscheidungen treffen, um die langfristigen Ambitionen von Alpine zu schützen», sagte Philippe Krief. Der Geschäftsführer von Alpine bestätigte den Rückzug in einer offiziellen Erklärung.

Krief verwies auf das langsamere Wachstum der Automobilindustrie. Besonders der Elektrofahrzeug-Markt entwickle sich nicht wie erwartet. «Das Ergebnis ist, dass wir entschlossene Massnahmen ergreifen müssen, um eine Marke mit einer nachhaltigen Zukunft zu schaffen», erklärte er.
Renault-Werk steht vor ungewisser Zukunft
Der Rückzug gefährdet auch den Renault-Standort Viry-Chatillon. Das Werk beschäftigt 300 bis 350 Mitarbeiter. Nach dem Ende der F1-Motor-Produktion wurde es in «Hypertech Alpine» umbenannt.

Ohne das Hypercar-Projekt fehlt dem Standort die Berechtigung. Andere Projekte sind zu klein, um die Arbeitsplätze zu rechtfertigen.












