Spanien verlegt Spezialkräfte aus dem Irak
Spanien zieht seine Soldaten aus Sicherheitsgründen ab. Der Irak wird zur Schusslinie zwischen dem Iran und westlichen Mächten.

Die spanischen Spezialkräfte sind aus dem Irak in sichere Orte verlegt worden. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Madrid am Sonntag mit, wie «ORF» berichtet.
Die Militärangehörigen befinden sich laut «swissinfo.ch» wohlauf und ohne Zwischenfälle an sicheren Orten. Die zugewiesenen Aufgaben können derzeit nicht wahrgenommen werden.
Insgesamt rund 300 spanische Soldaten sind im Irak stationiert. Sie wirken laut «swissinfo.ch» in der Operation «Inherent Resolve» und einer Nato-Ausbildungsmission mit.
Abzug aus Irak Folge von Angriffen auf Europäer
Ein französischer Soldat starb durch einen Drohnenangriff auf einen Stützpunkt. Mehrere weitere französische Militärs wurden verletzt, wie «ORF» berichtet.
Auch ein italienischer Stützpunkt in der nordirakischen Kurdenregion wurde getroffen. Die Anschläge lösten Rückzugsmassnahmen vieler europäischer Länder aus.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betonte laut «ORF»: «Der Krieg im Iran kann solche Angriffe nicht rechtfertigen.» Macron forderte einen kühlen Kopf bei der weiteren Reaktion.
Spaniens politische Haltung zum Konflikt
Ministerpräsident Pedro Sánchez wendet sich gegen den Iran-Krieg. Madrid argumentiert nach «Euractiv» wiederholt, dass dieser gegen das Völkerrecht verstösst.

Spanien untersagte den USA zudem die Nutzung seiner Militärstützpunkte für Operationen im Iran. Die aktuelle Verlegung zeigt die Konsequenzen dieser kritischen Haltung.
Die Entscheidung erfolgte laut «swissinfo.ch» in enger Abstimmung mit irakischen Behörden. Spaniens Engagement für die Stabilität im Irak bleibe aber unverändert.
















