Formel 1 verschiebt Motoren-Änderungen wegen GP-Absagen nach hinten
Ursprünglich standen in der Formel 1 schon vor dem Japan-GP in zwei Wochen erste Regel-Anpassungen im Raum. Jetzt verändert sich der Zeitplan.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Formel 1 verschiebt eine mögliche Anpassung der neuen Regeln nach hinten.
- Vor dem Japan-GP soll nichts verändert werden – danach ist eine Zwischenbilanz geplant.
- Wegen der Absagen im Nahen Osten gibt es fünf Wochen Pause vor dem Miami-GP.
Nach dem China-GP hatten FIA und Formel 1 eine erste Zwischenbilanz der neuen Regel-Generation geplant: Gemeinsam mit den Teams sollte evaluiert werden, wo die neuen Autos stehen – und was besser werden kann. Aber zumindest beim Japan-GP in zwei Wochen wird noch alles beim Alten bleiben.
Denn die ursprünglich angedeuteten Regel-Anpassungen werden übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach hinten verschoben. Grund dafür ist die unerwartete neue «Lücke» im Kalender: Durch die Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien hat die Formel 1 im April nämlich plötzlich fünf Wochen Pause.

Das bringt für die Verantwortlichen gleich mehrere Vorteile: Mit dem Japan-GP wird es für die Auswertung des neuen Reglements einen zusätzlichen Datenpunkt geben. Potenziell gibt es in Suzuka zudem auch einen ersten Eindruck im Nassen. In jedem Fall aber wird man in zwei Wochen mehr wissen als jetzt.
Lange Pause durch zwei Grand-Prix-Ausfälle
Hinzu kommt: Die knapp zwei Wochen zwischen dem China-GP und dem Trainings-Auftakt in Japan sind kaum Zeit für umfassende Anpassungen. Eine Verschiebung nach hinten, auf die neue grosse Lücke, kommt allen Parteien entgegen. Das reduziert das Risiko von unerwarteten Problemen.

In Kraft treten würden allfällige Änderungen dann beim Miami-Grand-Prix am ersten Mai-Wochenende. Anschliessend gibt es erneut drei Wochen Pause vor dem Kanada-Grand-Prix. Das liessse zusätzlichen Spielraum für weitere Anpassungen und Justierungen, falls die Änderungen den gewünschten Effekt verfehlen.
Was könnte sich in der Formel 1 kurzfristig ändern?
Im Raum stehen im Wesentlichen zwei Änderungen: Es lässt sich vergleichsweise einfach anpassen, wie viel Energie die Autos rekuperieren – und wie viel sie abgeben. So könnte die Leistung aus dem Elektro-Antrieb von den aktuellen 350 kW nach unten korrigiert werden. Das würde das Problem sich zu schnell entleerender Akkus bereinigen.

Die zweite Anpassung wäre ein erhöhtes «Super-Clipping», bei dem der Verbrennungsmotor die Batterien auflädt. Das liesse sich vergleichsweise problemlos von den aktuellen 250 kW auf 350 kW erhöhen, was aber Höchstgeschwindigkeit kosten würde.
Beide Varianten wären aber zumindest praktikable, wenn auch kurzfristige Lösungen für das aktuelle Dilemma.
















