Formel 1: Renn-Comeback in Imola wegen Coronavirus-Pandemie?

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Italien,

    Letztmals gastierte die Formel 1 im Jahr 2006 in Imola. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie könnte es ein unerwartetes Comeback auf der Traditionsstrecke geben.

    Formel 1 Imola 2006
    Zuletzt gastierte die Formel 1 im Jahr 2006 in Imola. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Formel 1 könnte 2020 ein unerwartetes Comeback in Imola geben.
    • Zuletzt fand der Grand Prix von San Marino im Jahr 2006 statt.
    • Nun könnte der Traditionskurs als Ersatzrennen im Herbst herhalten.

    Feiert die Formel 1 ein unerwartetes Comeback auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari? Der Traditionskurs in Imola könnte später in diesem Jahr tatsächlich wieder Schauplatz eines Grand Prix werden. Zuletzt gastierte die Königsklasse des Motorsports im Jahr 2006 auf der Rennstrecke nahe dem Kleinstaat San Marino.

    Würden Sie ein Formel-1-Comeback in Imola begrüssen?

    Fast anderthalb Jahrzehnte später könnte die Coronavirus-Pandemie Auslöser der unerwarteten Rückkehr sein. Rennstreckenpräsident Uberto Selvatico Estense schlug dem italienischen Automobilklub schon im Februar vor, Imola als Rennort einzusetzen. Damals ging es darum, einen Ersatz für den China-GP zu finden.

    Allerdings wurde Italien in der Folge selbst zum Corona-Hotspot, ein Rennen war damit vom Tisch. Nun aber bringt Selvatico Estense einen neuen Vorschlag vor: Ein Rennen hinter verschlossenen Türen in Imola. Stattfinden soll dieses voraussichtlich im Spätsommer oder Herbst, sofern die Lage das zulässt.

    Die bisher letzte Pole-Position-Runde in Imola – Michael Schumacher im Jahr 2006.

    «Diese Situation ist für uns eine Möglichkeit, in dieser Saison Kandidat für einen Grand Prix zu sein. Sie brauchen Rennen, um ihren FIA-Vertrag zu erfüllen und eine Weltmeisterschaft auszurichten – warum nicht über Imola nachdenken?», so Selvatico Estense zu «Motorsport.com».

    Fährt die Formel 1 nur in Europa?

    Der Vorschlag: Ein Gratis-Geschäft zwischen den Rennstreckenbetreibern und der Formel 1. Weil das Rennen hinter verschlossenen Türen stattfinden würde, hofft Selvatico Estense, dass Imola die Veranstaltungsgebühr erlassen würde. Im Gegenzug würde man der Formel 1 nichts für die Streckenbenützung verrechnen.

    Als Termin schlägt er etwa das Wochenende vor oder nach dem Italien-GP vor, um Reisekosten für die Teams zu sparen. Das Rennen in Monza ist derzeit für 6. September terminiert, eine Woche davor soll in Spa-Francorchamps gefahren werden. Belgien sagte jedoch bereits sämtliche Veranstaltungen bis Ende August ab – davon ist auch der GP betroffen.

    Der Vorschlag, die Übersee-Rennen 2020 durch Läufe in Europa zu ersetzen, ist nicht neu. Die Mehrzahl der Formel-1-tauglichen Rennstrecken befindet sich in Europa. Imola ist ebenso unter den Kandidaten wie beispielsweise Estoril (Portugal), Hockenheim oder der Nürburgring (beide Deutschland).

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