Formel 1

    Formel 1: Red Bull lehnt 3-Milliarden-Offerte für Racing Bulls ab!

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Belgien,

    Ein Konsortium soll Red Bull ein Milliarden-Angebot für sein B-Team in der Formel 1, Racing Bulls, gemacht haben – ist aber offenbar damit abgeblitzt.

    Red Bull Formel 1
    Red Bull will sein B-Team Racing Bulls in der Formel 1 nicht verkaufen. - Red Bull Content Pool

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Konsortium soll Red Bull eine Milliarden-Offerte unterbreitet haben.
    • Die Investoren wollten das B-Team Racing Bulls für 3 Milliarden Dollar kaufen.
    • Red Bull lehnte ab – man beurteilt den Wert des Junior-Teams wohl noch höher.

    Red Bull hat ein Übernahmeangebot für sein Formel-1-Team Racing Bulls abgelehnt. Das berichtet «The Times» nach dem Belgien-Grand-Prix. Das Angebot soll sich demnach auf bis zu drei Milliarden US-Dollar belaufen haben.

    Würdest du gerne ein zwölftes Team in der Formel 1 sehen?

    Hinter dem Angebot steckten der US-Investor Dean Attew und der Financier Andrew Herriot. Sie wurden von mehreren Fonds aus Abu Dhabi unterstützt. Attew war früher enger Berater von Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

    Formel 1 Bernie Ecclestone
    Ein Vertrauter von Bernie Ecclestone, Ex-Boss der Formel 1, war in die Offerte involviert. - keystone

    Laut «The Times» ist dies nicht der erste Versuch, das Team zu kaufen. Bereits im vergangenen Jahr soll Red Bull Angebote von rund zwei Milliarden Dollar abgewiesen haben.

    Formel 1 zieht Investoren an

    Formel-1-Teams sind seit der Übernahme der Rennserie durch den US-Konzern Liberty Media zu begehrten Investitionsobjekten geworden. Es gibt weltweit nur elf davon, und die Zahl ist streng begrenzt. Das treibt die Bewertungen in die Höhe.

    Formel 1 Teams
    Die Teams der Formel 1 sind als Investitionsobjekte heiss begehrt. - keystone

    Das Hauptteam von Red Bull wird laut aktuellen Berichten auf rund 4,3 Milliarden Dollar geschätzt. Ferrari gilt als wertvollstes Team und soll zwischen 6,4 und 7,3 Milliarden Dollar wert sein. Racing Bulls selbst hat seinen Sitz im italienischen Faenza.

    Seit 2021 gelten in der Formel 1 zudem Ausgabengrenzen für die Teams. Das steigerte die Rentabilität deutlich. Gleichzeitig wuchs die Popularität des Sports, auch dank der Netflix-Serie «Formula 1: Drive to Survive».

    Kritik an Mehrfachbesitz wächst

    Racing Bulls ist in der Formel 1 aber auch ein kontrovers diskutiertes Thema. Red Bull ist als Eigentümer von zwei Rennställen in einer Sonderposition, die anderen Teams ein Dorn im Auge ist. Unter anderem McLaren-CEO Zak Brown übt immer wieder Kritik an dem Modell.

    Im April sagte Brown: «Können Sie sich ein Spiel in der Premier League vorstellen, bei dem zwei Mannschaften derselben Gruppe gehören? Die eine steigt ab, wenn sie verliert – die andere kann es sich leisten, zu verlieren. Genau dieses Risiko gehen wir ein.»

    Racing Bulls Formel 1
    Racing Bulls ist in der Formel 1 ein heiss diskutiertes Thema. - keystone

    Auch FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem äusserte sich kritisch. Im Mai sagte er zur «Times», seiner Meinung nach sei der Besitz von zwei Teams «nicht der richtige Weg». Er räumte jedoch ein, dass es sich um «ein kompliziertes Thema» handle.

    Kommentare

    User #7589 (nicht angemeldet)

    Wenn diese Dreckschleudern. Sportart weutergeführt wird, zeigt es dass die Umweltignoranz auch im Sport weitergeführt wird, Russen und Belasrussen sollen ja auch bewi Olympia wieder dabei sein. Auch hier verlogene Doppelmoral um des Geldes willen !

    User #6100 (nicht angemeldet)

    Zwei Teams vom selben Inhaber ist nicht gut und sollte verboten sein! Wie oft wurde Red Bull in der Vergangenheit vom Schwesterteam geholfen? Z.B. um den Punkt für die schnellste Rennrunde zu bekommen? Das konnten andere nicht!

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