Formel 1: Red Bull lehnt 3-Milliarden-Offerte für Racing Bulls ab!
Ein Konsortium soll Red Bull ein Milliarden-Angebot für sein B-Team in der Formel 1, Racing Bulls, gemacht haben – ist aber offenbar damit abgeblitzt.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Konsortium soll Red Bull eine Milliarden-Offerte unterbreitet haben.
- Die Investoren wollten das B-Team Racing Bulls für 3 Milliarden Dollar kaufen.
- Red Bull lehnte ab – man beurteilt den Wert des Junior-Teams wohl noch höher.
Red Bull hat ein Übernahmeangebot für sein Formel-1-Team Racing Bulls abgelehnt. Das berichtet «The Times» nach dem Belgien-Grand-Prix. Das Angebot soll sich demnach auf bis zu drei Milliarden US-Dollar belaufen haben.
Hinter dem Angebot steckten der US-Investor Dean Attew und der Financier Andrew Herriot. Sie wurden von mehreren Fonds aus Abu Dhabi unterstützt. Attew war früher enger Berater von Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

Laut «The Times» ist dies nicht der erste Versuch, das Team zu kaufen. Bereits im vergangenen Jahr soll Red Bull Angebote von rund zwei Milliarden Dollar abgewiesen haben.
Formel 1 zieht Investoren an
Formel-1-Teams sind seit der Übernahme der Rennserie durch den US-Konzern Liberty Media zu begehrten Investitionsobjekten geworden. Es gibt weltweit nur elf davon, und die Zahl ist streng begrenzt. Das treibt die Bewertungen in die Höhe.

Das Hauptteam von Red Bull wird laut aktuellen Berichten auf rund 4,3 Milliarden Dollar geschätzt. Ferrari gilt als wertvollstes Team und soll zwischen 6,4 und 7,3 Milliarden Dollar wert sein. Racing Bulls selbst hat seinen Sitz im italienischen Faenza.
Seit 2021 gelten in der Formel 1 zudem Ausgabengrenzen für die Teams. Das steigerte die Rentabilität deutlich. Gleichzeitig wuchs die Popularität des Sports, auch dank der Netflix-Serie «Formula 1: Drive to Survive».
Kritik an Mehrfachbesitz wächst
Racing Bulls ist in der Formel 1 aber auch ein kontrovers diskutiertes Thema. Red Bull ist als Eigentümer von zwei Rennställen in einer Sonderposition, die anderen Teams ein Dorn im Auge ist. Unter anderem McLaren-CEO Zak Brown übt immer wieder Kritik an dem Modell.
Im April sagte Brown: «Können Sie sich ein Spiel in der Premier League vorstellen, bei dem zwei Mannschaften derselben Gruppe gehören? Die eine steigt ab, wenn sie verliert – die andere kann es sich leisten, zu verlieren. Genau dieses Risiko gehen wir ein.»

Auch FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem äusserte sich kritisch. Im Mai sagte er zur «Times», seiner Meinung nach sei der Besitz von zwei Teams «nicht der richtige Weg». Er räumte jedoch ein, dass es sich um «ein kompliziertes Thema» handle.
















