Formel 1: Mercedes-Boss Wolff kein Fan von Sprint-Qualifying

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Russland,

    In Silverstone und Monza versuchte sich die Formel 1 an einem neuen Qualifying-Format. Die Sprint-Rennen kommen bei Mercedes-Boss Toto Wolff aber nicht gut an.

    Wolff Mercedes Formel 1
    Toto Wolff, Teamchef von Mercedes in der Formel 1. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Formel 1 testet in dieser Saison bei drei Rennen ein neues Qualifying-Format.
    • Am Samstag findet jeweils ein 100-Kilometer-Sprintrennen statt.
    • Bisher kann das Format aber noch nicht wirklich begeistern.

    Zwei Versuche hatte die Formel 1 in dieser Saison bereits mit ihren neuen Qualifying-Sprintrennen. In Silverstone und in Monza lieferte das kurze Samstagsrennen aber nur wenig zusätzliche Spannung.

    Wie finden Sie das Sprint-Format der Formel 1 bisher?

    Sowohl in Grossbritannien als auch in Italien war nach der ersten Runde grösstenteils Endstation in Sachen Rennaction. Das grösste Problem der Königsklasse – die fehlenden Überholmöglichkeiten – dominierte im Sprint-Qualifying noch mehr als in den Grands Prix.

    Formel 1 Monza
    Daniel Ricciardo (McLaren) vor Max Verstappen (Red Bull) beim Italien-GP der Formel 1. - keystone

    Der Grund dafür: Ohne die taktischen Elemente durch Reifenverschleiss und Boxenstrategie bleibt den Fahrern kaum eine Chance zum Überholen. Und die vergleichsweise geringe Belohnung – Punkte nur für die ersten drei Fahrer – lädt nicht zu Risiken ein.

    Keine Sprintrennen mehr in der Formel 1?

    Entsprechend gering ist die Begeisterung auch bei Mercedes-Teamchef Toto Wolff. «Erst einmal sind alle verwirrt», schimpft der Österreicher nach dem Italien-GP. «Ich weiss nicht einmal, welche Session wann stattfindet.»

    Das Sprint-Format in seiner aktuellen Form liefere keine allzu grossen Vorteile. «Niemand wird ein grosses Risiko eingehen», so Wolff. «Es gibt kaum Punkte zu gewinnen. Und die Gefahr, im Sonntags-GP benachteiligt zu sein, ist das Risiko einfach nicht wert.»

    Valtteri Bottas Formel 1
    Valtteri Bottas (Mercedes) feiert seinen Sieg im Sprint-Qualifying der Formel 1 in Monza. - keystone

    Wolff hofft nicht darauf, dass das Experiment im kommenden Jahr fortgesetzt wird. «Wir versuchen es in Brasilien noch einmal – vielleicht ändert das etwas. Aber meiner Meinung nach ist es nicht Fisch, nicht Fleisch. Den Versuch war es wert», so Wolff.

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