Mehrwertsteuer

Milliarden für Kriegskasse – Russland erhöht Mehrwertsteuer

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Russland erhöht die Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent. Damit soll der Haushalt ausgeglichen und so der Krieg finanziert werden.

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Russland erhöht die Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland erhöht zum Jahresanfang die Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte.
  • Das Land rechnet dadurch mit Mehreinnahmen von 13 Milliarden Euro.
  • Russland gibt sehr viel Geld für den Krieg, die Soldaten und deren Familien aus.

Für die Russen wird das Leben wegen der Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine teurer. Für den Staatshaushalt und damit auch die Kriegskasse greift von heute an die im vergangenen Jahr beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent.

Allein in diesem Jahr sollen damit zusätzlich umgerechnet rund 13 Milliarden Euro (1,187 Trillion Rubel) in die Staatskasse fliessen. Die Steuererhöhung war im Herbst beschlossen worden und stiess bei Unternehmern und Verbrauchern, die ohnehin über eine hohe Inflation und insgesamt höhere Preise wegen der Sanktionen klagen, auf Unmut.

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Nach der Einkommens- erhöht Russland wegen des Krieges auch die Mehrwertsteuer. - keystone

Die Verteidigungsausgaben in Russland steigen wegen des andauernden Krieges, dessen Ende auch nach fast vier Jahren nicht in Sicht ist. Kremlchef Wladimir Putin hatte im Dezember erklärt, dass die Mehrwertsteuererhöhung nötig sei, um den Haushalt auszugleichen. Künftig wolle sich die Regierung aber wieder darum bemühen, die Steuerlast für die Bürger zu senken. Auch die Einkommenssteuer war wegen des Krieges schon gestiegen.

Der Staat werde alle seine Verpflichtungen in der Sozialpolitik erfüllen, hiess es in einer Mitteilung des Finanzministeriums vom September. Als «strategische Priorität» wurden aber Verteidigung und Sicherheit genannt sowie die Versorgung der Soldaten und ihrer Familien.

Russinnen und Russen leiden unter der Inflation

Schon im laufenden russischen Haushalt 2025 machen Militär und Sicherheit Berechnungen zufolge etwa 40 Prozent aller staatlichen Ausgaben aus. Die Kriegswirtschaft mit grossen Aufträgen für die Rüstungsindustrie sowie hohe Zahlungen an Soldaten und deren Familien haben dem Land eine Zeit lang ein scheinbares Wachstum beschert. Doch zuletzt häuften sich Krisenzeichen in zivilen Branchen. Die russische Bevölkerung leidet unter der Teuerung.

Eine höhere Mehrwertsteuer macht sich für Verbraucher bei jedem Einkauf bemerkbar, selbst wenn der Steuersatz nach Angaben des Finanzministeriums für Lebensmittel, Medikamente und Kinderbedarf bei zehn Prozent bleiben soll. Putin hatte im Dezember auch an die Steuerehrlichkeit der Unternehmen appelliert. Die Erhöhung dürfe nicht zu einer Zunahme der Schattenwirtschaft führen, sondern müsse dem Staat Mehreinnahmen bringen.

Kommentare

User #4162 (nicht angemeldet)

Das Ganze erinnert mich an Chausescu und Rumänien. Der Grad ist schmal. Ein Kriegsende innert den nächsten zwei Monaten könnte für beide Parteien alles zum Positiven wenden

User #6331 (nicht angemeldet)

200 CHF Rente und 500 CHF Lohn im Durchschnitt pro Monat. So sieht das Leben für die meisten Russen aus. Hauptsache der Wicht im Kreml badet in Gold und Geld und spielt mit seinen Drohnen, Panzern und Raketen. Die Preise waren schon vor der Mehrwertsteuererhöhung sehr hoch. Hehehe. LOL.

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