Formel-1-Klon! Ist das die Zukunft der japanischen Super Formula?
Entsteht der nächste Renner der Super-Formula-Serie ganz in Japan? Ein Konsortium von 80 Unternehmen hat einen Prototypen für die nächste Generation entwickelt.

Das Wichtigste in Kürze
- Die japanische Super Formula könnte sich künftig näher an der Formel 1 orientieren.
- Ein Konsortium aus 80 Unternehmen hat dafür einen neuen Prototypen entwickelt.
- Das Auto könnte frühestens 2029 den aktuellen Dallara-Renner ablösen.
Der japanische Rennwagenhersteller Dome führt ein Herstellerkonsortium an, das einen neuen Rennwagen für die Super Formula entwickelt. Das Konsortium aus 80 japanischen Unternehmen hat dafür den Prototypen JNFP-1 gebaut, der sich stark an der Formel 1 orientiert.
Er soll den aktuellen Dallara SF23 ablösen, der derzeit in Japans wichtigster Formel-Rennserie eingesetzt wird. Das Auto entspricht den aktuellen Sicherheits-Standards der Formel 1 und ist auch optisch stark von den 2026er-Rennern inspiriert.

Ausgelegt ist das neue Chassis für die aktuellen Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotoren von Honda und Toyota, die über 550 PS leisten. Mit 750 kg inklusive Fahrer ist der JNFP-1 rund 73 kg schwerer als der SF23. Zudem fährt er auf 18-Zoll-Niederquerschnittsreifen, wie sie auch in der Formel 1 eingesetzt werden.
Dome oder Dallara? Zukunft der Super Formula noch offen
Im Mai wurde der Prototyp erstmals in Yokohama gezeigt. Anschliessend war er beim vierten Saisonlauf auf dem Fuji Speedway zu sehen. Simulatortests mit dem ehemaligen Super-Formula-Fahrer Kazuya Oshima laufen bereits. Ein erster Test auf der Rennstrecke ist für die kommenden Monate geplant.
Ob der JNFP-1 tatsächlich in der Serie zum Einsatz kommt, ist noch offen. Laut «Motorsport.com» könnte der aktuelle SF23 länger als geplant genutzt werden. Ursprünglich war ein Ende des Chassis nach der Saison 2027 vorgesehen. Eine Einführung des JNFP-1 käme demnach frühestens 2029 infrage.

















