Sofia Goggia: Darum bricht Speed-Star ihr Trainingslager ab
Sofia Goggia hat ihr Trainingslager in Argentinien vorzeitig abgebrochen. Die Italienerin kämpft mit Erschöpfung und reist zur Abklärung zurück nach Italien.

Das Wichtigste in Kürze
- Sofia Goggia bricht ihr Trainingslager in Argentinien wegen Unwohlsein ab.
- Die Skirennfahrerin lässt sich in Italien nun genauer untersuchen.
- Ob der Saisonstart in Sölden gefährdet ist, bleibt offen.
Sofia Goggia bereitet sich mit dem italienischen Skiteam auf den kommenden Winter vor. Seit dem 23. August trainiert sie dafür im argentinischen Ushuaia.
Die Gewinnerin der kleinen Kristallkugel im Super-G und von Olympiabronze in der Abfahrt muss nun umdisponieren. Ihren Aufenthalt beendet sie früher als geplant.
Erschöpfung zwingt Sofia Goggia zur Heimreise
Der italienische Skiverband FISI teilt mit, dass Goggia bereits auf dem Rückweg nach Italien ist. Grund dafür sind anhaltende Beschwerden mit Unwohlsein.

Gemeinsam mit dem medizinischen Stab entscheidet man sich für eine sofortige Rückkehr, um die Ursache genauer abklären zu lassen. Über die konkrete Art der Beschwerden schweigt sich der Verband bislang aus.
Eigentlich hätte für Sofia Goggia nach dem Riesenslalom-Training in Argentinien noch mehr angestanden. Eine Woche im chilenischen La Parva mit Fokus auf Speed-Disziplinen war geplant. Dieser Programmpunkt entfällt nun ersatzlos.
Teamchef gibt Entwarnung
Frauen-Teamchef Gianluca Rulfi ordnet die Situation gegenüber der «Gazzetta dello Sport» ein und beschwichtigt: Es handle sich um Erschöpfungserscheinungen, jedoch um nichts Ernsthaftes.
Goggia habe sich für das Training schlicht nicht fit genug gefühlt, ein Verletzungsrisiko habe man nicht eingehen wollen.
Für die Wahl, die Abklärungen erst in Italien statt vor Ort in Argentinien vorzunehmen, nennt Rulfi einen pragmatischen Grund: In Südamerika wären die Wartezeiten deutlich länger ausgefallen.
Ungewisse Auswirkungen auf den Saisonstart
Noch vor wenigen Tagen zeigt Goggia im Training starke Leistungen. Dann setzt die Erschöpfung ein und klingt auch nach einer kurzen Pause nicht ab.

Ob dies Auswirkungen auf ihren geplanten Saisonstart am 24. Oktober in Sölden hat, ist offen. Sowohl Verband als auch Trainerteam äussern sich dazu vorerst nicht. Für die Speed-Spezialistin bedeutet der Vorfall in jedem Fall einen Dämpfer mitten in einer wichtigen Vorbereitungsphase.
















