Formel 1

    Formel 1: Fahrer schimpfen über «langweiligen» Madrid-GP-Kurs

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Spanien,

    Die Formel 1 erlebt beim ersten Gastspiel auf dem neuen «Madring» ein unwürdiges Schauspiel ohne Rennaction. Bei den Fahrern macht sich der Frust bemerkbar.

    Formel 1 Madrid
    Die Formel 1 war erstmals auf dem «Madring» zu Gast. Der Kurs fällt bei Fahrern und Fans gleichermassen durch. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das erste Gastspiel der Formel 1 auf dem neuen Kurs in Madrid entpuppt sich als Reinfall.
    • Auf dem neu gebauten Rundkurs ist Überholen so unmöglich wie sonst nur in Monaco.
    • Die Fahrer sind frustriert – und fordern Änderungen. Denn Madrid hat einen F1-Vertrag bis 2035.

    Der Premieren-Auftritt der Formel 1 auf dem neuen «Madring» in Madrid war ein weitgehend unwürdiges Schauspiel. Überholen war auf dem ungewöhnlichen Kurs ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst in den Nachwuchs-Klassen gab es kaum Überholmanöver, in der Formel 1 wiederholte sich die Misere dann. Ganze vier Überholmanöver lieferte die Königsklasse – selbst in Monaco waren es zehn.

    Wie findest du den neuen Formel-1-Kurs in Madrid?

    Bei den Fans ist der neue Rundkurs rund um das IFEMA-Messegelände entsprechend durchgefallen. Und auch die Fahrer sind vom ersten Gastspiel der Königsklasse auf dem brandneuen Kurs wenig begeistert. «Ich wäre auch fast eingeschlafen», meint etwa Audi-Pilot Gabriel Bortoleto nach dem Rennen.

    Formel 1 Bortoleto Madrid
    Gabriel Bortoleto hatte das gleiche Problem wie die Fans: Beim Madrid-GP der Formel 1 wäre er fast eingeschlafen. - keystone

    Rennsieger Kimi Antonelli erlebte das miserable Streckenlayout aus der ersten Reihe. Fast das gesamte Rennen über steckte der Italiener hinter Ferrari-Pilot Charles Leclerc fest. «Überholmöglichkeiten gibt es definitiv nicht. Und man wird nicht zu Manövern eingeladen, denn in 80 Prozent der Fälle kracht es.»

    «Miserable Strecke zum Rennfahren»

    Auch Haas-Pilot Oliver Bearman war unglücklich mit dem Kurs – hatte damit aber schon im Vorfeld gerechnet. «Man muss sich ja nur das Strecken-Layout ansehen», schimpfte der Brite. «Dann ist schon ziemlich klar, dass es eine miserable Strecke zum Rennfahren sein wird.»

    Formel 1 Bearman Madrid
    Ferrari-Junior Ollie Berman erlebte die Tücken des «Madring» in der Formel 1 im Training am eigenen Leib. - keystone

    «Wenn man hier ankommt und das Layout sieht, fragt man sich schon: Was sollen wir hier bitteschön machen?», fragt sich der Haas-Jungstar. «Wir haben das der FIA schon am Freitag gesagt: Wir müssen einen Weg finden, die Strecke für uns etwas interessanter zu gestalten.»

    Formel 1 bis 2035 in Madrid

    Die Fahrer wünschen sich für die Zukunft – Madrid hat einen F1-Vertrag bis 2035 – dringend Änderungen an der Strecke. «Einige Kurven müssen geändert werden, um mehr Überholmöglichkeiten zu schaffen», stellt Antonelli klar. «Auf eine Runde gesehen ist die Strecke schön, aber im Rennen hängt man definitiv nur fest.»

    Formel 1 Madrid
    Überholen war in der Formel 1 am Sonntag in Madrid praktisch ausgeschlossen. - keystone

    Williams-Pilot Alex Albon schliesst sich dem Italiener an. «Nicht einmal die Formel-3-Autos können überholen. Dann weiss man, dass es das ganze Wochenende über keine Überholmanöver geben wird. Aber ich glaube, es sind nur ein paar Änderungen nötig – ansonsten ist es ehrlich gesagt keine schlechte Strecke.»

    «Die Kurven 18 und 19 sind nutzlos»

    Die meisten Probleme sehen die Fahrer in Kurve 5, die enge Schikane vor dem Mini-Tunnel. Dort räubert man über den Randstein, ein regelrechter Sprung wie einst der berüchtigte «Singapore Sling». «Von Turn 3 bis Turn 5 muss alles neu gemacht werden, mit geraderen Bremszonen. Die Schikane muss weg», so Albon.

    Formel 1 Madrid
    Die von der Formel 1 als spektakulär beworbene Steilkurve «La Monumental» hielt die Versprechen nicht. - keystone

    Und Weltmeister Lando Norris würde auch den letzten Sektor für die Formel 1 völlig überarbeiten. «Sie sollten die Kurven 18 und 19 streichen – die sind nutzlos», so der Brite. «Ich verstehe nicht, wie sich jemand dieses Layout ansehen und sagen kann: Perfekt.»

    Kommentare

    User #4451 (nicht angemeldet)

    🤔So schafft sich die F1 von selber ab. Schade!

    User #2156 (nicht angemeldet)

    Egal, wie die Strecke ist, solange der Schnellste gewinnt.

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