Vatikanbericht: «Frauenfrage» ist «Zeichen der Zeit»
Eine vatikanische Studiengruppe sieht die «Frauenfrage» als «echtes Zeichen der Zeit» und fordert einen Mentalitätswandel in der katholischen Kirche.

In kirchlichen Strukturen wirkten weiterhin Denkweisen fort, die von «Klerikalismus» und «Machismo» bestimmt seien, heisst es in dem vom Vatikan veröffentlichten Abschlussbericht zur Teilnahme von Frauen am Leben und an der Leitung der Kirche als Nacharbeit der Weltsynode.
Obwohl Frauen bereits einen grossen Teil des kirchlichen Lebens trügen – etwa in Gemeinden, Schulen oder sozialen Einrichtungen –, stiessen sie weiterhin auf Hindernisse bei Verantwortung und Entscheidungsprozessen. Die Berufung von Frauen in Führungspositionen der römischen Kurie unter Papst Franziskus und seinem Nachfolger Leo XIV. könne als Modell dienen, um Frauen stärker in Verantwortung einzubinden. Zugleich bleibt die Frage eines Diakonats für Frauen offen.
Die Studiengruppe knüpft ihren Bericht an das Abschlussdokument der Weltsynode von 2024 an, das festhielt, dass es keine Gründe gebe, «die Frauen daran hindern, Führungsrollen in der Kirche zu übernehmen». Der Bericht soll nun als Arbeitsgrundlage für die weiteren synodalen Prozesse dienen.










