Formel 1: Audi vor dem Debüt – wie sieht Erfolg für Ex-Sauber aus?

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Australien,

Sauber gibt es nicht mehr, stattdessen tritt nun Audi in der Formel 1 an. Am Sonntag wartet das Debüt – welches Resultat wäre ein Erfolg? Ein Kommentar.

Sauber Audi Formel 1
Aus Sauber wird Audi: Wie schlägt sich der deutsche Hersteller beim Debüt in der Formel 1? - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das ehemalige Sauber-Team steht vor seinem Formel-1-Debüt unter dem Audi-Banner.
  • Die Vorsaison-Tests lassen vermuten: Audi steht wohl hinter dem Mittelfeld.
  • Was also wäre für das deutsche Werksteam ein Erfolg?

Für Schweizer Fans der Formel 1 wird der Saisonauftakt in Australien am Sonntag wohl bittersüss: Zum einen geht die neue Saison der Königsklasse mit einigen spannenden Änderungen wieder los.

Freust du dich auf die neue Saison in der Formel 1?

Zum anderen aber ist es auch das erste Jahr ohne den Schweizer Traditionsrennstall Sauber in der Formel 1. Das Schweizer Team aus Hinwil ist nach der letzten Saison im Werksteam des deutschen Herstellers Audi aufgegangen.

Mittelfristig sind die Ambitionen bei der Volkswagen-Tochter enorm: Bis 2030 will man um den WM-Titel mitfahren können. Im Premieren-Jahr werden Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto aber deutlich kleinere Brötchen backen müssen.

Audi Formel 1 Hülkenberg
Nico Hülkenberg (Audi) bei den Vorsaison-Testfahrten der Formel 1. - keystone

Wenn die Saison am Sonntag beginnt – was muss Audi dann erreichen, damit es ein Erfolg wird?

Keine einfache Ausgangslage für Audi

Das Ursprungs-Team Sauber hat sich in den letzten Jahren in der Formel 1 nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der sensationelle Podestplatz von Nico Hülkenberg in Silverstone ist das einsame Highlight einer ansonsten sehr mageren Phase.

Aber: Unter Audi-Führung hat sich das Blatt in Hinwil schon letztes Jahr zu wenden begonnen. Stand man 2024 noch beinahe ohne Punkte da, schaffte Sauber im Vorjahr den Anschluss ans Mittelfeld.

Audi Formel 1
Welche Ziele sollte sich Audi für sein Debüt-Jahr in der Formel 1 setzen? - keystone

Und genau dort muss nun auch Audi ansetzen. Es ist ein nagelneues Projekt, der erste eigene Formel-1-Motor. Ja, das Einsatzteam von Sauber hat Erfahrung. Aber es hat auch harte Jahre hinter sich – Der Wiederaufbau wird Zeit brauchen.

In Schlagdistanz zum Mittelfeld wäre ein Erfolg

Die gute Nachricht: Audi hat bei den Testfahrten einen konkurrenzfähigen Eindruck gemacht. Die klaren Nachzügler – Cadillac als kompletten Neuling, Aston Martin im Honda-Debakel – hatte man hinter sich.

Audi Formel 1
Realistisch muss man sein: Mit den Top-Teams wie Red Bull wird sich Audi nicht messen können. - keystone

Was also wäre ein Erfolg? In jedem Fall, wenn beide Autos in Melbourne die Zielflagge sehen, wenn die Motoren durchhalten. Wenn man näher am Mittelfeld dran ist als an den Nachzüglern.

Ich drücke auf jeden Fall die Daumen. Denn ein bisschen Sauber steckt ja doch noch im Audi.

Mathias Kainz
Mathias Kainz ist Sportredaktor bei Nau.ch. - Nau.ch

Kommentare

User #4220 (nicht angemeldet)

.. Ist denen schon zuzutrauen, dass sie mittelfristig Erfolg haben .. James Key, Audi’s technischer Direktor, hatte ja bereits zwischen 2010 und 2012 eine recht erfolgreiche Zeit bei Sauber .. Damals sei man aber lediglich «ein wenig dabeigewesen ..» Das Audi Projekt sei dagegen generalstabsmässig geplant und umgesetzt .. Nicht zu vergleichen mit den doch recht bescheidenen Mitteln, welche Sauber damals, kurz nach dem BMW Ausstieg hatte .. Eigenartig aber ist, dass die Deutschen derart viel Geld in den F1 Zirkus pumpen .. Wie man hört, geht’s ihnen ja wirtschaftlich nicht eben gut .. Betriebsschliessungen, Massenentlassungen etc. .. Was sagen die Mitarbeiter da in Ingolstadt .. (?)

User #4281 (nicht angemeldet)

Kainz ist doch Hornusser Experte....;-))))

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