Formel 1: Audi vor dem Debüt – wie sieht Erfolg für Ex-Sauber aus?
Sauber gibt es nicht mehr, stattdessen tritt nun Audi in der Formel 1 an. Am Sonntag wartet das Debüt – welches Resultat wäre ein Erfolg? Ein Kommentar.

Das Wichtigste in Kürze
- Das ehemalige Sauber-Team steht vor seinem Formel-1-Debüt unter dem Audi-Banner.
- Die Vorsaison-Tests lassen vermuten: Audi steht wohl hinter dem Mittelfeld.
- Was also wäre für das deutsche Werksteam ein Erfolg?
Für Schweizer Fans der Formel 1 wird der Saisonauftakt in Australien am Sonntag wohl bittersüss: Zum einen geht die neue Saison der Königsklasse mit einigen spannenden Änderungen wieder los.
Zum anderen aber ist es auch das erste Jahr ohne den Schweizer Traditionsrennstall Sauber in der Formel 1. Das Schweizer Team aus Hinwil ist nach der letzten Saison im Werksteam des deutschen Herstellers Audi aufgegangen.
Mittelfristig sind die Ambitionen bei der Volkswagen-Tochter enorm: Bis 2030 will man um den WM-Titel mitfahren können. Im Premieren-Jahr werden Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto aber deutlich kleinere Brötchen backen müssen.

Wenn die Saison am Sonntag beginnt – was muss Audi dann erreichen, damit es ein Erfolg wird?
Keine einfache Ausgangslage für Audi
Das Ursprungs-Team Sauber hat sich in den letzten Jahren in der Formel 1 nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der sensationelle Podestplatz von Nico Hülkenberg in Silverstone ist das einsame Highlight einer ansonsten sehr mageren Phase.
Aber: Unter Audi-Führung hat sich das Blatt in Hinwil schon letztes Jahr zu wenden begonnen. Stand man 2024 noch beinahe ohne Punkte da, schaffte Sauber im Vorjahr den Anschluss ans Mittelfeld.

Und genau dort muss nun auch Audi ansetzen. Es ist ein nagelneues Projekt, der erste eigene Formel-1-Motor. Ja, das Einsatzteam von Sauber hat Erfahrung. Aber es hat auch harte Jahre hinter sich – Der Wiederaufbau wird Zeit brauchen.
In Schlagdistanz zum Mittelfeld wäre ein Erfolg
Die gute Nachricht: Audi hat bei den Testfahrten einen konkurrenzfähigen Eindruck gemacht. Die klaren Nachzügler – Cadillac als kompletten Neuling, Aston Martin im Honda-Debakel – hatte man hinter sich.

Was also wäre ein Erfolg? In jedem Fall, wenn beide Autos in Melbourne die Zielflagge sehen, wenn die Motoren durchhalten. Wenn man näher am Mittelfeld dran ist als an den Nachzüglern.
Ich drücke auf jeden Fall die Daumen. Denn ein bisschen Sauber steckt ja doch noch im Audi.

















